Allensbach: Geschwindigkeit der Digitalisierung gestiegen

 In News

Die seit 1997 jährlich durchgeführte Allensbacher Computer- und Technik-Analyse dient der kontinuierlichen Beobachtung der Akzeptanz und Nutzung digitaler Techniken in Deutschland. Die Geschwindigkeit der Digitalisierung der privaten Lebensbereiche hat sich gegenüber den Vorjahren noch erhöht. Das ist ein zentrales Ergebnis der neuen ACTA. Angetrieben wird die Entwicklung von der weiter gestiegenen Ausstattung mit Smartphones und Tablet-PCs und der wachsenden Bedeutung dieser Geräte für den Internetzugang. Zurzeit nutzen 63 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahre das Internet mit einem Handy/Smartphone oder mit einem Tablet-PC. Gegenüber dem Vorjahr registriert die ACTA ein Plus von 16 Prozent. Besonders hoch ist der Zuwachs bei Tablet-PCs. Sie werden aktuell von 28 Prozent der Bevölkerung für den Internetzugang verwendet; gegenüber dem Vorjahr ist der Kreis der Internetnutzer via Tablet-PC um ein gutes Drittel gewachsen, heißt es auf ifd-allensbach.de. Mit der zunehmenden Verwendung mobiler Geräte ist eine Intensivierung und inhaltliche Ausweitung der Internetnutzung verbunden. Auf nahezu allen Feldern, von der Information und Recherche zu Politik und Wirtschaft, sowie zu Themen und Produkten in unterschiedlichen Märkten über soziale Netzwerke, Streaming-Angebote, Austauschplattformen und Cloud-Dienste bis zum Online-Banking und Online-Shopping vergrößern sich die Nutzerkreise. Im Durchschnitt von 35 Nutzungsfeldern, die in der ACTA erfasst werden, haben sich die Kreise der nicht nur sporadischen Nutzer binnen Jahresfrist um 11 Prozent vergrößert. Die Kreise der Mobilnutzer dieser Angebote haben sich gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 27 Prozent vergrößert. In der überwiegenden Zahl der Fälle liegt die aktuelle Wachstumsrate über den Zuwachsraten der vergangenen drei Jahre.  In den verschiedenen Bevölkerungssegmenten werden digitale Techniken in deutlich unterschiedlichem Umfang genutzt. Im Alltag der Frauen spielt die Digitalisierung eine etwas geringere Rolle als im Alltag der Männer. Nach wie vor eilt die Generation der Unter-30-Jährigen deutlich voraus, auch wenn die Generation der 30- bis 44-Jährigen und der 60-Jährigen und Älteren in den letzten beiden Jahren aufgeholt hat. Die Folgen des Anstiegs der mobilen Internetnutzung schlagen sich direkt bei den einzelnen Websites nieder, die in der ACTA erfasst werden. Während sich die Gesamtnutzerschaften im Durchschnitt nur moderat erweitern, erhöht sich die Nutzungshäufigkeit. Der Kreis der Mobilnutzer pro Woche ist im Durchschnitt über 54 Websites, die in der 2015 und 2016 erfasst wurden, um 23 Prozent gestiegen. Das Wachstumstempo bleibt hoch; schon im Vorjahr hat sich der Kreis der Mobilnutzer pro Woche in gleichem Maße erhöht. Die mobile Tagesnutzung hat sich noch stärker ausgeweitet. Im Durchschnitt der ACTA-Websites liegt sie um 32 Prozent über dem Vorjahresniveau; 2015 ergab der Vorjahresvergleich ein Plus von 20 Prozent. Gleichzeitig steigen die Nutzerzahlen vieler Apps, die auf Smartphones oder Tablet-PCs installiert wurden. Die Wochennutzung der app-basierten journalistischen Angebote von Medienmarken, die ihre Wurzeln in der Printwelt haben, ist gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent gestiegen, die Tagesnutzung gar um 31 Prozent.