Die DKB-WM – konsequente Entwicklung

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Der Sponsor DKB hat sich die Übertragungsrechte der Handball-WM gesichert. Ein prominentes Sportereignis läuft exklusiv auf einer Bankwebsite – Dirk Benninghoff, Chefredakteur bei fischerAppelt, bezieht dazu auf xing Stellung. Die Verantwortung der Bank in Sachen objektiver Berichterstattung sei groß, schreibt er, denn sie könnte einen Präzedenzfall liefern, der andere Unternehmen inspiriert. Aus Sicht der Zuschauer werfe der Deal Fragen auf. Zum Beispiel: Wie soll eine kritische Berichterstattung im Auftrag eines Sponsors nur ansatzweise möglich sein? Der Journalistenverbands DJV moniert fehlende Neutralität, keine journalistische Expertise etc.. Dazu schreibt Benninghoff: „Dass der Journalistenverband allerdings meint, gerade in „Zeiten wie diesen“ sei eine objektive Berichterstattung wichtig, ist schlichtweg lächerlich. Die Handball-WM hat keinen gesellschaftlich-politischen Auftrag.“  Weiter schreibt er: „Wer behauptet noch ernsthaft, dass Sportjournalismus im Fernsehen kritisch oder objektiv sei? Die Inhaber der zahlreichen Bundesliga-Rechte berichten nicht über Fußball, sie vermarkten ihn. Die Liga ist ihr Produkt, das sie nicht beschädigt sehen wollen.“ Sein Fazit: „Wo Journalismus in so fette Anführungsstriche gesetzt werden muss wie im Sport-TV, ist es eigentlich nur konsequent, wenn gleich Verein, Verband oder halt Sponsor überträgt.“