Googles neue Adwords bringt Auswirkungen auf Search

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Google hat die Adwords-Anzeigen in der rechten Spalte verbannt. Statt maximal drei AdWords Anzeigen über den organischen Ergebnissen, zeigt Google jetzt bis zu vier an. Die rechte Spalte, wo bisher bis zu acht Anzeigen eingeblendet wurden, ist ganz verschwunden.
Diese Anpassung erfolgte, um eine Harmonisierung für die mobile Suche, die ja immer wichtiger wird, zu erhalten. Dennoch verschärft das den Wettbewerb um die verbleibenden Platzierungen und bringt eine Menge Druck auf SEO und SEA.
Vier Anzeigen vor der organischen Suche bedeuten einen Rückschritt im sichtbaren Bereich und wird möglicherweise zu einem Traffic-Rückgang bei manchem Shop führen, denn etliche User werden anfangs nicht zwischen bezahlten und organischen Ergebnissen unterscheiden. Unternehmen, die primär auf Content und Suchmaschinenoptimierung gesetzt und sich damit eine Top-Platzierung erarbeitet hatten, sind evtl. gezwungen auf Suchmaschinenwerbung zu setzen und werden wohl zusätzliche Textanzeigen einsetzen müssen.
Im Bereich SEA wird der durchschnittliche Cost-per-Click (CPC) für transaktionsorientierte Keywords steigen. Die vier Top-Anzeigenplätze werden künftig wahrscheinlich erheblich teurer werden und etlichen Kunden mit geringeren Budgets verwehrt bleiben. Evtl. können hier ‚Long Tail Keywords‘ helfen, also Suchbegriffe, die sich aus mehreren Worten zusammensetzen. Diese ‚Begriffe‘ sind meist kostengünstiger als die Top-Wörter. Zusätzlich kann die Product-Listing-Ad von Google Shopping Abhilfe schaffen – wenn eine kurze Produktbeschreibung, Preis und URL ausreichen.
Zunächst wird sich der Markt auf die neuen Begebenheiten einstellen müssen. Kurzfristige Lösungen liegen nicht vor, Markt- und Konkurrenzbeobachtung sowie Trial-and-Error werden neue Toll und Strategien entstehen lassen. Kurzfristig bleibt ein deutlicher Anstieg der Klickpreise.

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