IVW muss sich weiterentwickeln

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Einzelne Verlage eruieren das Für und Wider künftiger IVW-Meldungen, berichtet Horizont.net. Einige störten sich daran, dass die Negativnachrichten die Werbewelt alle drei Monate aufs Neue an die Erosion erinnern. Andere störten sich am vierteljährlichen Meldeaufwand – und an manchen Regularien, heiß es weiter. Die Special-Interest-Häuser Computec und Webedia hätten ihre insgesamt zehn Titel zum Jahreswechsel bei der IVW abgemeldet, mit unterschiedlichen Begründungen. Die größeren von Horizont befragten Verlage dagegen betonen alle, keinerlei Abwanderungsgedanken zu hegen; manche fügen prophylaktisch „derzeit“ an. F.A.Z.-Geschäftsführer Thomas Lindner beispielsweise sagt, die IVW müsse sich fragen, ob ihre Regularien noch den Marketingrealitäten entsprechen. Der Lesermarkt erfordere „innovative Produktzuschnitte und Preisgestaltungen“ – und diese müssten sich auch in der „harten“ Sparte der verkauften Auflage zeigen. Lindner erklärte gegenüber Horizont weiter: „Wenn sich die IVW hier nicht weiterentwickelt, schießt sie sich auf Dauer selber ins Aus.“