Marketingmonitor: Einzelhandel bevorzugt Handzettel

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Der deutsche Einzelhandel investiert 11 Milliarden Euro in Marketing in diesem Jahr und bleibt einer der größten Werbungtreibenden in Deutschland. Dies ist ein Ergebnis des aktuellen „EHI-Marketingmonitor Handel 2015 – 2018“. Die klassische gedruckte Handelswerbung liegt dabei weiter an der Spitze im Mediamix des Einzelhandels. Gleichwohl liegen digitale Werbeformen im Trend, berichtet das EHI Retail Institute. Für kurzfristige Umsatzsicherung seien Handzettel das wirkungsvollste Mittel, erklärt Marlene Lohmann, Leiterin Forschungsbereich Marketing. Ein weiterer Grund für die stabil gebliebenen Investitionen in Printwerbung könne auch die Mindestlohnregelung sein, die in der Flyer-Verteilung zu ca. 20 Prozent Mehrkosten geführt habe. Der Handel investiert laut Studie vor allem in Klassiker: Gedruckte Handelswerbung und Prospekte (39,6 Prozent) sind nach wie vor Spitzenreiter und machen zusammen mit Kundenmagazinen (8,7 Prozent) und Anzeigen (7,2 Prozent) 55,5 Prozent der Werbeaufwendungen aus. Printbasierte Handelswerbung bleibt damit auf Vorjahresniveau.
Additive Handelswerbeformen wie Onlinemarketing, Instore-Marketing, Direktmarketing oder TV-/Radiowerbung teilen sich das restliche Budget. Laut Prognose für 2018 wird die additive Handelswerbung allerdings künftig mit 56 Prozent den größeren Anteil des Werbebudgets beanspruchen und die klassische gedruckte überholen, deren Anteil dann nur noch bei 44 Prozent liegen wird. Die Ausgaben für Onlinemarketing sind im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent gestiegen und haben sich damit in den letzten drei Jahren nahezu verdoppelt. Sie liegen nun mit 11,6 Prozent an zweiter Stelle der Werbeausgaben. Bis 2018 wird mit einer weiteren Steigerung von fast 60 Prozent gerechnet. Der Ausgabenanteil für Search (SEM/SEO) ist mit 31 Prozent der größte Posten im Onlinemarketingbudget.

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