Neuer Ansatz für die Monetarisierung auf YouTube

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Das Schalten von Werbung soll bei YouTube künftig erschwert werden. Wie Google mitteilte, werden kleine Kanäle bald keine Anzeigen mehr schalten können. Mit dem Schritt will das Unternehmen verloren gegangenes Vertrauen seiner Werbekunden zurückgewinnen und ihnen ein „sicheres Werbeumfeld“ bieten, schreibt Paul Muret, Vice President of Display, Video and Analytics bei Google, in einem Blogeintrag. „Es ist uns sehr wichtig, unsere Nutzer, Werbetreibende und YouTube Creators zu schützen und sicherzustellen, dass YouTube kein Ort ist, der von schlecht gesinnten Akteuren zweckentfremdet wird“. Drei Änderungen gibt Muret bekannt: 1. Strengere Kriterien für die Monetarisierung auf YouTube. Bisher mussten Kanäle 10.000 Aufrufe erreichen, um am YouTube-Partnerprogramm (YPP) teilnehmen zu können. Alle neuen Kanäle müssen ab sofort 1.000 Abonnenten haben und eine Sehdauer von 4.000 Stunden innerhalb der letzten 12 Monate vorweisen, um ihre Videos über Werbung zu monetarisieren. „Wir werden ab dem 20. Februar 2018 damit beginnen, diese Bestimmungen für bereits existierende Kanäle unseres YPP-Programms durchzusetzen.“ Muret erklärt weiter: „Dennoch werden die YouTube Creators, die weiterhin zur Teilnahme am YPP-Programm berechtigt sind, immer noch mehr als 95 Prozent von YouTubes Reichweite für Werbetreibende ausmachen.“ 2. Manuelle Überprüfung für Google Preferred. In dem Format soll es künftig nicht mehr nur darum gehen, wie beliebt ein Kanal ist, sondern auch, wie streng dieser geprüft wurde. Die Kanäle, die zu Google Preferred gehören, werden künftig manuell geprüft, und Werbeinhalte nur noch für Videos geschaltet, die die entsprechenden Richtlinien erfüllen. „Wir erwarten, die manuelle Überprüfung der Kanäle und Videos auf Google Preferred bis Mitte Februar in den USA und bis Ende März in allen anderen Märkten ‒ darunter Deutschland ‒ abzuschließen“, berichtet Muret. 3. Mehr Transparenz und einfachere Kontrolle darüber, wo Werbeinhalte erscheinen. In den kommenden Monaten soll ein dreistufiges Kontrollsystem eingeführt werden, das Werbetreibenden erlaubt, ihre Sicht einer geeigneten Platzierung ihrer Marke widerzuspiegeln und die entsprechend mögliche Reichweite mitzubestimmen. Außerdem arbeite man mit vertrauenswürdigen Anbietern zusammen, die unabhängige Brand-Safety-Messungen für YouTube bereitstellen, erklärt Muret weiter.