ProSiebenSat.1, Mediengruppe RTL Deutschland und United Internet formieren Log-in-Allianz

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Drei führende deutsche Medien- und Internetunternehmen etablieren ein übergreifendes Registrierungs- und Anmeldeverfahren im Internet (Single Sign-on). Damit passen sie frühzeitig ihre Plattformen den neuen europäischen Datenschutzstandards an, die ab Mai 2018 gelten. Zu diesem Zweck haben die ProSiebenSat.1 Media SE, die Mediengruppe RTL Deutschland GmbH sowie die United Internet AG mit WEB.DE und GMX eine Log-in-Allianz initiiert. Als erster Partner wird die Zalando SE die Log-in-Lösung nutzen. Der von allen Partnern unterzeichnete Vertrag sieht die Schaffung eines offenen Standards und die Gründung einer Stiftung vor, die über die Einhaltung und Weiterentwicklung dieses Standards wachen wird. Die Stiftung wird als unabhängige Instanz Internet-Dienste bei der Umsetzung der europäischen Datenschutzgrundverordnung und der geplanten ePrivacy-Verordnung unterstützen. Ziel der Log-in-Allianz ist es, eine einfache und sichere Lösung zu schaffen, die die Einwilligungen zur Nutzung von Internet-Diensten (Opt-ins) datenschutzkonform und transparent organisiert. Dazu entwickeln die Partner einen offenen Standard, der es den Nutzern branchenübergreifend ermöglicht, auf alle Internet-Dienste der Initiative mit denselben Log-in-Daten zuzugreifen, anstatt bei jedem Online-Angebot erneut mit unterschiedlichen Log-ins konfrontiert zu werden. Die drei Initiatoren des Projekts bringen mit einer gemeinsamen Reichweite von monatlich über 45 Millionen Unique Usern (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung) die für den Projekterfolg kritische Größe bereits mit. Die Log-in-Allianz ist explizit offen für weitere Partner und andere Initiativen, sie bietet die Nutzung des offenen Single Sign-ons jedem Internet-Dienst an. Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media SE erklärt dazu: „Mit unserer Allianz schaffen wir einen überzeugenden Mehrwert für den Kunden. Zugleich stärken wir den deutschen Digitalmarkt, indem wir ein Gegengewicht schaffen zu den monopolistischen und intransparenten Algorithmen der US-Spieler. Die Initiative ist ganz bewusst als offener Standard angelegt. Weitere Unternehmen sind explizit eingeladen, sich uns anzuschließen.“