Schleichwerbung bei „Pastewka“?

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In der aktuellen 8. Staffel der Comedyserie „Pastewka“ gibt es viele Unternehmen, deren Logos im Laufe der Sendung auftauchen, berichtet Horizont und stellt gleichzeitig die Frage, ob diese Markenflut erlaubt ist oder (Schleich-)Werbung. Für die Kennzeichnung, schreibt Horizont, wäre Amazon zuständig. Amazon beantworte jedoch weder Fragen zur Kennzeichnung noch zu Platzierungen und verweist an die Produktionsfirma Brainpool. Diese antwortet: „In der Serie gab es keine Produktplatzierung. Vereinzelt werden Produktionshilfen verwendet, bezüglich derer aufgrund ihres unbedeutenden Wertes allerdings keine Kennzeichnungspflichten bestehen.“ Genauer hinzusehen, was Werbung ist und was nicht, ist Aufgabe der Landesmedienanstalten. Dass sie bei „Pastewka“ nicht tätig werden, begründet Cornelia Holsten, Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, die mit der Kontrolle der privaten TV- und mittlerweile auch Onlinevideo-Dienste betraut ist, damit, dass Amazon kein deutscher Anbieter ist. Hinter Amazon.de stehen Gesellschaften mit Sitz in Luxemburg – außerhalb des Zugriffs der deutschen Medienanstalten. Das werfe die Frage auf, wie zeitgemäß eine Regulierung ist, bei der Anbieter, die in Deutschland Content für ein deutsches Publikum ausstrahlen, nicht der Medienaufsicht unterliegen, schreibt Horizont weiter und schlussfolgert: Eine Klärung tut not, denn wenn es so einfach ist, Produkte in Videocontent zu integrieren, ohne dass es Werbung ist, dürfte das Modell „Pastewka“ beim derzeitigen Content-Marketing-Hype schnell Schule machen.