Studie: Junge Konsumenten kehren zum Fernsehen zurück

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Die zweite Auflage des Monitorings zum digitalen Konsumentenverhalten „OTT-Dienste. Vielfalt online“ von der Hochschule Fresenius und dem Wissenschaftlichen Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste GmbH (WIK), zeigt eine überraschende Entwicklung: Vor allem bei jungen Konsumenten, die Streaming-Dienste ausprobiert haben, ist eine Rückkehr zum traditionellen Fernsehen feststellbar. Over-the-Top-Dienste (OTT) nutzen das Internet, um Mehrwerte für Konsumenten zu schaffen. Besonders beliebt sind OTT-Dienste, die Musik oder Videos immer und überall zur Verfügung stellen. Die aktuelle Studie ist die Fortsetzung einer Untersuchung aus dem Jahr 2015. Ein Kernergebnis: Die Nutzer von Musik- und Videostreaming-Diensten werden immer bequemer. Diese Bequemlichkeit mag einer der Gründe dafür sein, dass vor allem bei den ganz jungen Konsumenten einige wieder zum klassischen Fernsehkonsum zurückkehren. So scheint es einfacher zu sein, sich berieseln zu lassen, als selbst zu entscheiden, welchen Film oder welche Serie man sich anschauen möchte. Die Bequemlichkeit wirkt sich darüber hinaus auch auf Einstellungen zum Datenschutz aus. Der Schutz von persönlichen Daten ist für die Deutschen weiterhin wichtig, gleichzeitig zeigen sich einige Nutzer aber durchaus bereit, auf Datenschutz zu verzichten, wenn sie dafür gleich finden, was ihnen gefällt. Ein weiteres Indiz für die Bequemlichkeit ist auch die immer größere Rolle des Smartphones. Am liebsten hätten die Nutzer wohl eine App für alles, ähnlich wie die in Asien angebotene App WeChat, die neben der Kommunikation viele weitere Services wie etwa ein integriertes Bezahlsystem bietet, heißt es in der Pressemitteilung der Hochschule Fresenius. Im Vergleich zum Vorjahr ist auch die Bereitschaft, für Streaming-Dienste Geld auszugeben, gestiegen. Der Anteil der Konsumenten, die bereit sind, für Musik-Streaming zu bezahlen, hat sich von 2015 bis 2016 um fast ein Drittel erhöht und liegt nun bei etwa 30 Prozent. Für die Ergebnisse wurden insgesamt 1027 Personen durch das internationale Marktforschungsinstitut YouGov befragt.