Studie: Regionale Online-Marktplätze nicht empfehlenswert

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Regionale Online-Marktplätze sind nicht empfehlenswert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hochschule Koblenz über den Nutzwert dieser Initiativen für die Unternehmen. Diese wurden telefonisch und vor Ort interviewt. Die Ergebnisse seien sehr deutlich, erklärt der Leiter der Studie, der Koblenzer Wirtschaftsdozent Andreas Hesse: „Die Gewerbetreibenden fällen ein hartes Urteil, in dem sie die Initiativen als nicht empfehlenswert einstufen. Die Weiterempfehlungsrate (Net Promotor Score) liegt im sehr kritischen Bereich, die Zielsetzungen werden aus Sicht der antwortenden Stichprobe nicht erreicht“. Die meisten Teilnehmer gaben an, die Beteiligung an den Online-Marktplätzen habe bei ihnen weder zu höheren Besucherzahlen noch zu mehr Einkäufen im Laden geführt. Auch die Online-Verkäufe fielen nur vereinzelt höher aus. Zwar ist die Teilnehmerzahl der Studie mit 200 sehr begrenzt. Doch Hesse hat aufgrund der eindeutigen Ergebnisse wenig Zweifel an der grundsätzlichen Aussagekraft. Auf der Basis dieser und weiterer Studienarbeiten und Untersuchungen, rät Andreas Hesse den Einzelhändlern: „Die bloße gemeinschaftliche Präsenz im Netz ist kein Mehrwert an sich. Es ist wichtiger, die eigene Webpräsenz so zu nutzen, dass für Kunden relevanter Mehrwert entsteht. Wichtiger als die reine Online-Präsenz sind aber zwei Dinge: Im Geschäft herausragende Beratung und Service mit menschlichem Kontakt. Und die intelligente Verzahnung mit dem Internet – sei es durch Basisinformationen im Netz oder digitale Vernetzung mit Kunden.“