Viewtimereport #2: TV weiterhin an der Spitze

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Das wachsende Bewegtbildangebot und die zunehmende Nutzung von Onlinevideo und TV über neue Verbreitungswege führt zu einer insgesamt erhöhten Nutzungsdauer, was Kannibalisierungseffekte zwischen den Angeboten mindert. Das Fernsehen dominiert aber weiterhin den Konsum und legt sogar im Vorjahresvergleich zu. Das geht aus dem aktuellen Viewtime Report hervor, mit dem Pro-Sieben-Sat-1-Vermarkter Seven-One Media die Bandbreite der Bewegtbildnutzung in Deutschland im langfristigen Verlauf darstellen will. Die TV-Nutzung ist der Studie zufolge getrieben durch ältere Zielgruppen, bei Jüngeren wächst der TV-Konsum über alternative Empfangswege (z.B. Internet-Livestream). Der Konsum von TV-Internet-Livestreams findet mit 60 bis 70 Prozent zum größten Teil auf PC und Laptop statt. Online-Videonutzung wächst derzeit ausschließlich durch Pay VOD –kostenlose Angebote wie YouTube und Online-Mediatheken stagnieren derzeit. YouTube stagniert im gesamten Betrachtungszeitraum. Die Nutzungsdauer ist mit 6 Minuten im Vergleich zu Q1 2015 leicht rückläufig. Die Reichweite stagniert bei jungen Zielgruppen und nimmt bei Älteren zu. Die Facebook-Reichweite liegt nur knapp über Vorjahresniveau. Die Nutzungsdauer legt in Q2 sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Vorquartal nach deutlichen Verlusten im Winter wieder zu. Die Reichweite bei jungen Zielgruppen sinkt, Zuwächse können nur bei den Älteren verzeichnet werden. Snapchat und Instagram generieren dem Report zufolge bisher nur geringe Reichweiten (Snapchat 5 Prozent, Instagram 12 Prozent) und liegen noch weit hinter Facebook zurück. Die Kernnutzerschaft ist sehr jung, hochkonzentriert auf wenige Nutzer und stellt bislang eher eine Special-Interest-Gruppe dar.