Zeitungen bauen digitales Angebot für junge Zielgruppen aus

 In News

Das Engagement der Zeitungen für junge Zielgruppen ist ungebrochen stark. Dies zeigen die Ergebnisse einer gemeinsamen Umfrage, die der BDZV und die jule : Initiative junge Leser GmbH veröffentlicht haben. Danach macht fast jedes Verlagsunternehmen in Deutschland Angebote für den Nachwuchs, sei es inhaltlich oder mit pädagogischen Projekten unterschiedlichster Ausrichtung. Auch der zunehmenden Digitalisierung tragen die Zeitungen Rechnung: Entsprechende Produkte wurden in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut; gerade mit Blick auf die junge Zielgruppe wächst die Präsenz in sozialen Netzwerken. Die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Umfrage: 97 Prozent der Zeitungen in Deutschland bieten Printinhalte für junge Leser; 92 Prozent sind mit pädagogischen Medienprojekten in Kitas und Schulen aktiv; 56 Prozent machen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen digitale Angebote; Nahezu alle Zeitungen sind auf sozialen Plattformen wie Facebook, Twitter, YouTube u.a. präsent. Zeitungen setzen verstärkt auf digitale Inhalte, um junge Zielgruppen zu erreichen: Dazu zählen Reichweitenportale für junge Erwachsene, die 16 Prozent der Zeitungen betreiben, ebenso wie Websites für Kinder, die 31 Prozent anbieten; 22 Prozent produzieren einen Onlineauftritt für Jugendliche. Daneben sind weitere Plattformen im Bereich junge Zielgruppen entstanden: 24 Prozent haben ein Onlineangebot für junge Erwachsene und über die Hälfte der Befragten flankiert ihr Schulprojekt mit einer eigenen Webseite (53 Prozent). 27 Prozent werben mit einem gesonderten Onlineauftritt um Auszubildende. Websites für junge Familien spielen im Digitalangebot hingegen kaum eine Rolle (6 Prozent); einen Newsletter für Familien produzieren 4 Prozent der befragten Verlage. Insgesamt haben 56 Prozent der Verlage digitale Angebote für Kinder, Jugendliche und/oder junge Erwachsene im Portfolio. Im Vergleich zu früheren Umfragen haben die Zeitungen 2017 ihre Aktivitäten in sozialen Netzwerken intensiviert: An der Spitze steht Facebook, hier sind nahezu alle Verlage präsent (97 Prozent), 77 Prozent bei Twitter, 57 Prozent bei YouTube und rund die Hälfte bei Instagram (48 Prozent). Auch WhatsApp (43 Prozent), Google+ (32 Prozent) und zunehmend Snapchat (16 Prozent) spielen eine Rolle.