2018 Aus für mehrere Musikzeitschriften

 In News

Das Jahr 2018 geht als Todesjahr gleich mehrerer Musikzeitschriften in die Print-Geschichte ein, schreibt Horizont. Die Groove, der NME, die Intro, die Spex: Sie alle gaben in diesem Jahr auf. Vor allem das Aus von Spex bewege die Gemüter, heißt es in dem Bericht. Die Gründe für das Aus, die Chefredakteur Daniel Gerhardt anführt: Anzeigenkunden und Leser kehrten Print den Rücken, der Journalismus habe seine Gatekeeper-Funktion verloren, und vielleicht habe man auch nicht alles richtig gemacht. In der Süddeutschen schrieb Jan Kedves, einer seiner Vorgänger: „Springer hat vorerst gewonnen“. Gemeint sei damit das Axel Springer Mediahouse, schreibt Horizont. Dort erscheinen der Musikexpress, der Rolling Stone und der Metal Hammer. Horizont untersucht in seinem Bericht noch weitere Ursachen, wie die veränderten Nutzungsgewohnheiten. Streaming-Dienste hätten die Musikwelt verändert. Horizont berichtet weiter von Plänen des Rolling Stone: Den Anstoß habe das Aus für den Echo nach dem Skandal um die Auszeichnung von Farid Bang und Kollegah im April gegeben. Petra Kalb, die Geschäftsführerin von Axel Springer Mediahouse, wolle einen neuen Preis ins Leben rufen, einen „völlig neuartigen, internationalen Musik-Award“, und zwar in Berlin. Sie setzt auf die Stärke des Rolling Stone als „größte internationale Musikmarke“. Im Wissen, welche emotionale Kraft Musik auf Marken ausstrahlen kann, gewann Kalbs Idee schnell Unterstützer, sowohl im Verlag als auch bei potenziellen Sponsoren. Allerdings soll der Award kein Abbild des Echo werden und sich nicht vorrangig an Verkaufszahlen orientieren. Der Preis solle Ausweis sein von „moderner und intelligenter Unterhaltung, die sowohl künstlerisch als auch kommerziell relevant und in dieser Art einzigartig ist“.