AWA 2018: Klassische Medien behaupten sich als News-Quelle

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Die neue Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA 2018) beschere den Verlagen Freud und Leid, denn einerseits verlören die meisten großen Titel weiter Leser. Andererseits zeigten die Zahlen, dass die verbleibenden Print-Nutzer eine ganz besondere Gruppe seien, berichtet Horizont.net. An der Spitze im AWA-Reichweitenranking stehen weiterhin kostenlose Blätter, allen voran „Einkauf Aktuell“ der Deutschen Post (15,6 Millionen Leser pro Ausgabe, minus 3 Prozent gegenüber Vorjahr). Es folgen die beiden Apotheken Umschau-Hefte (Wort & Bild Verlag) mit im Schnitt 13,6 Millionen Lesern (minus 3 Prozent). Schließlich das Mitgliedermagazin ADAC Motorwelt (13,1 Millionen, minus 1 Prozent). Ab Platz Fünf rangieren Kauftitel: Bild/BZ (7,4 Millionen, minus 4 Prozent), Bild am Sonntag (6,3 Millionen, minus 7 Prozent) und der Stern (6 Millionen, minus 13 Prozent). Der Stern führt damit die Liste der größten absoluten Reichweitenverlierer an, gefolgt von Einkauf Aktuell und BamS. Zu den Gewinnern zählen unter anderen Edekas Kundenmagazin „Mit Liebe“, Glamour von Condé Nast und ADAC Urlaub. Die Leser, die bei Print bleiben (oder neu entdecken), bilden eine lohnende Werbezielgruppe, schreibt Horizont.net: 42 Prozent jener Personen, die als „umfassend printaffin“ gelten, agieren in ihrem privaten und beruflichen Leben nach Allensbach-Definition als Multiplikatoren. Bei den Print-Abstinenten sind es nur 22 Prozent. Zudem stimme das Vorurteil, dass Printnutzung mit mangelnder Konsumneugier einhergehe, nicht. Die neue AWA zeige, dass das Gegenteil richtig sei – sogar bei Zielgruppen unter 30 Jahren: 27 Prozent der jungen Papierfans gelten laut Allensbach-Klassifikation als Innovatoren und Trendsetter, 46 Prozent immerhin noch als Early Adopters. Mit abnehmender Neigung zu Zeitungen und Zeitschriften sinken auch jene Werte.