Bewegtbild gewinnt weiter an Bedeutung

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Kinder verbringen heute mehr Zeit mit Medien als noch vor zwei Jahren. Sie nutzen unterschiedliche Geräte und Plattformen. Und aufgrund der sehr guten Geräteausstattung in deutschen Haushalten ist der Zugang für den überwiegenden Teil der Kinder heute Normalität. Die Eltern sind dabei wichtige Gatekeeper – vor allem bei jüngeren Kindern, berichtet die Vermarktungsgesellschaft IP Deutschland GmbH. Die Geräteausstattung der Haushalte ist unabhängig vom Alter der Kinder: In 98 Prozent der Haushalte mit Kindern (3–5 Jahre) steht ein TV-Gerät, in 97 Prozent gibt es ein Smartphone, in 86 Prozent einen PC bzw. ein Notebook und in 58 Prozent ein Tablet. Insgesamt 25 Prozent der 3- bis 5-Jährigen dürfen ein im Haushalt vorhandenes Tablet nutzen, dagegen sind es 34 Prozent der 6- bis 13-Jährigen. Noch deutlicher sind die Unterschiede beim Smartphone, das nur von 15 Prozent der 3- bis 5-Jährigen genutzt werden darf, jedoch von 53 Prozent der 6- bis 13-Jährigen. Nur wenige Grundschüler besitzen ein eigenes Smartphone, das ändert sich jedoch mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule. Auch die Formen der Mediennutzung ändern sich im Laufe der Entwicklung. Das lässt sich besonders gut am TV beobachten, denn hier legen Eltern den Kindern deutlich weniger Restriktionen auf als beim Umgang mit Online-Medien. Daher nutzen bereits 94 Prozent der 3- bis 5-Jährigen das Fernsehen. Hier liegt – neben dem Vorabend – der zweite Nutzungspeak am Vormittag. Gerade in dieser Zeit hat die gemeinsame TV-Nutzung von Eltern und Kindern eine hohe Bedeutung: 45 Prozent der im Rahmen einer Online-Erhebung von Super RTL befragten Eltern von 3- bis 6-Jährigen sagen, dass sie zumindest gelegentlich unter der Woche gemeinsam mit dem Kind fernsehen. Generell ist festzustellen: Je älter ein Kind wird, desto größer wird das Interesse an Bewegtbild. Auch innerhalb der Altersgruppen hat in den vergangenen Jahren die Nutzung von Bewegtbild zugenommen. Neue Angebote ergänzen dabei klassische Formen: Das Fernsehen belegt unverändert den ersten Platz der von 6- bis 13-Jährigen genutzten Bewegtbild-Plattformen (2016 und 2018: 99 Prozent), gefolgt von den DVD/Blu-ray (2018: 81 Prozent). Die Bedeutung von YouTube steigt wie auch generell die von VoD-Plattformen und den Sender-Mediatheken. Die zeitversetzte Nutzung von Inhalten aus dem klassischen Fernsehen hat sich zwischen 2016 und 2018 mehr als verdoppelt.