Corona verändert den Handel

 In News

Der Internethandel boomt, viele Fußgängerzonen und Shopping-Center sind dagegen deutlich leerer als vor einem Jahr. Die Corona-Pandemie hat den deutschen Einzelhandel verändert. Während Lebensmittelhandel und Baumärkte Umsatzrekorde verzeichnen, bleiben in Modegeschäften die Kunden aus. Der  Geschäftsführer der Handelsberatung BBE, Joachim Stumpf, ist überzeugt: „Corona ist ein großer Beschleuniger des Strukturwandels im Einzelhandel.“ Mit den Textilhändlern leiden die Innenstädte. Besonders hart trifft es zurzeit die sonst sehr gut frequentierten Toplagen in den Metropolen und die Shopping-Center. Einkaufsstraßen in kleineren Städten und nüchterne Fachmarktzentren haben sich dagegen viel besser von der Krise erholt, berichtet Horizont.net. Der Onlinehandel boomt weiterhin: Im dritten Quartal lagen die E-Commerce-Umsätze in Deutschland mit 19,3 Milliarden Euro um 13,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Für Branchenkenner Stump ist es aber trotz des anhaltenden Erfolgs des Internets zu früh für einen Abgesang auf die Innenstädte. „In den vergangenen Jahren sind die Verbraucher nach Krisen immer wieder zu ihren alten Verhaltensmustern zurückgekehrt“, betont er. Auch nach der Corona-Pandemie werde das nicht anders sein. „Es wird zwar in Zukunft mehr online eingekauft werden als vor der Krise, aber auch die großen Einkaufsstraßen werden wieder ihren Glanz entfalten und die Menschen anlocken.“