Das exponentielle Wachstum von Whatsapp, Instagram & Co. ist vorbei

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Die Zeiten des sprunghaften Wachstums von WhatsApp, Instagram und Co. scheinen vorüber zu sein. So haben im Vergleich zum Vorjahr – mit Ausnahme der Altersgruppe der 35 bis 44-Jährigen – keine erheblichen Veränderungen in der Nutzungsverteilung zwischen traditionellen Diensten wie Telefon oder SMS und Over-the-Top-Diensten (OTT) mehr stattgefunden. Zum vierten Mal haben Prof. Dr. Anna Schneider, Professorin für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Fresenius in Köln, und Dr. René Arnold vom Wissenschaftlichen Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste GmbH (WIK) das Konsumentenverhalten in Bezug auf OTT in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass der rasante Zuwachs der Nutzung beliebter Messengerdienste deutlich gebremst ist. Damit die Erfolgswelle nicht abebbt, sind neue Strategien und Geschäftsmodelle nötig. „Nur die profitablen Dienste werden langfristig überleben“, ist Schneider überzeugt und warnt so manchen Anbieter vor möglichen Schnellschüssen: „Dienste einfach zusammenzulegen, um die Anzahl der mit Werbung ansprechbaren Nutzer zu erhöhen, wird kaum funktionieren. Unsere Resultate zeigen eindeutig, dass Konsumenten sich bewusst für bestimmte Dienste entscheiden und keine Aufhebung der Grenzen zwischen Diensten möchten.“ „Andere Wege, um Geld zu verdienen, erscheinen deutlich vielversprechender“, fügt Arnold hinzu. „Partnerschaften mit anderen Diensten wie Shopping und die Kombination des Kerndienstes mit Zusatzfunktionen sind besonders lukrative Möglichkeiten einen Umsatzanteil abzubekommen.“