Deloitte: Millennials und Generation Z pessimistischer als je zuvor

 In News

Eine aktuelle Deloitte Studie zeigt, dass sich die Einschätzungen der jungen Generationen in den vergangenen zwei Jahren erheblich verschlechtert haben – sowohl hinsichtlich der Wirtschaft, der sozialen und politischen Situation in ihren Ländern als auch der Institutionen wie Regierung, Medien und Wirtschaft. Für die achte Ausgabe des Deloitte Millennial Survey wurden weltweit über 16.400 Millennials und Vertreter der Generation Z befragt, darunter rund 800 Teilnehmer in Deutschland. Diese blicken noch sorgenvoller in die Zukunft als ihre Altersgenossen in anderen Ländern. Der Millennial Survey 2019 verzeichnet einen spürbaren Rückgang des Optimismus und stellt eine Vielzahl von makroökonomischen und alltäglichen Ängsten fest, welche die Millennials und Generation Z belasten. Sie haben stark eingetrübte Erwartungen an die Wirtschaft – es sind die niedrigsten Werte, die seit Beginn der Befragung vor sechs Jahren zu verzeichnet wurden. Nur 13 Prozent der deutschen Millennials und 14 Prozent der Generation Z hierzulande denken, dass sich die wirtschaftlichen Aussichten künftig verbessern werden (gegenüber 26 Prozent weltweit). Und nur 10 Prozent der deutschen Millennials und 7 Prozent der Generation Z glauben, dass sich die politisch-soziale Situation verbessern wird (gegenüber 22 Prozent und 18 Prozent weltweit). Besonders die Sorge vor den Folgen des Klimawandels beschäftigt sie, stärker noch als Terrorismus, politische Instabilität und Krieg. Die in Deutschland für den Millennial Survey Befragten, die derzeit noch nicht im Arbeitsleben stehen, zweifeln stärker als ihre Altersgenossen im Ausland, dass sie über die passenden Skills und Fähigkeiten für eine künftig durch Industrie 4.0 geprägte Arbeitswelt verfügen. Und diejenigen, die bereits arbeiten, haben hierzulande größere Bedenken als die internationale Vergleichsgruppe, im Rahmen von Industrie 4.0 künftig einen Arbeitsplatz zu finden. Trotz globalem wirtschaftlichem Wachstum und vielfältigeren Chancen dank Digitalisierung sind jüngere Generationen zunehmend besorgt über den Zustand der Welt und über ihren Platz darin, betont Nicolai Andersen, Leiter Innovation bei Deloitte. „Wenn die Generationen, die die Zukunft schultern müssen, sich so skeptisch zeigen, ist das ein deutliches Warnsignal – sowohl für Unternehmen, sich stärker auf die veränderten Bedürfnisse einzustellen, als auch an die Politik, die die Weichen für eine Verbesserung der Situation stellen müssen.“ Weitere Ergebnisse: Millennials beurteilen das Handeln der Unternehmen zunehmend kritisch, zum Teil aufgrund ihrer Einschätzung, dass diese sich ausschließlich auf ihre eigenen Ziele konzentrieren und dabei die Folgen für die Gesellschaft ignorieren. Darüber hinaus sagt die globale Mehrheit der Millennials und Generation Z, dass sie Unternehmen fördern und unterstützen wollen, die sich an ihren Werten orientieren und einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft anstreben. Die jungen Generationen akzeptieren die neuen Technologien und schätzen ihre Vorteile. Aber mehr als die Hälfte sagt auch, dass Social Media insgesamt mehr schadet als nützt. Daneben sind die Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit groß.