DWDL.de-Jahresrückblick zum TV-Werbemarkt

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Der TV-Werbemarkt ist in diesem Jahr gehörig unter Druck geraten, das bekamen auch die großen privaten Sendergruppen zu spüren. Zuletzt setzte wieder eine leichte Erholung ein, für 2018 sind die Vermarkter der großen Privatsender optimistisch. Zu diesem Ergebnis kommt dwdl.de in seinem Jahresrückblick zum TV-Werbemarkt. Besonders deutlich zu sehen waren die Schwierigkeiten bei ProSiebenSat.1: die Umsatz- und Gewinnprognose musste zuletzt nach unten korrigiert werden. Zwar macht der Konzern immer mehr Geld außerhalb des klassischen TV-Geschäfts, läuft es hier aber schlecht, hat das noch immer große Auswirkungen, schreibt dwdl.de weiter. Laut Nielsen ist der TV-Werbemarkt von Januar bis November dennoch leicht um 1,3 Prozent gewachsen, die gesamten Werbeausgaben stiegen allerdings um 1,7 Prozent. Zuletzt setzte eine leichte Erholung des Marktes ein: Nachdem zwischen August und Oktober noch ein Minus im Vergleich zum Vorjahr stand, legten die TV-Bruttowerbeausgaben im November wieder um 4,7 Prozent zu, während der Gesamtmarkt um 3,9 Prozent wuchs. Der traditionell starke Dezember könnte also noch für einen relativ versöhnlichen Abschluss des Jahres sorgen. Doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Probleme 2017 groß waren. Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) etwa prognostizierte für 2017 ein Netto-Wachstum der TV-Werbung in Höhe von nur 1,1 Prozent, 2016 waren es noch 3,1 Prozent. Weltweit haben die Ausgaben für Online-Werbung in diesem  Jahr erstmals die TV-Spendings überholt. Für das kommende Jahr sind die Chefs der beiden großen Vermarkter zuversichtlich, berichtet dwdl.de. Bereits Anfang November hieß es etwa von der RTL Group, dass sich die Senderfamilien in Deutschland und Frankreich deutlich besser entwickeln würden als der gesamte TV-Werbemarkt. Auch SevenOne Media sei optimistisch, schreibt dwdl.de. Optimismus auch bei El Cartel Media und Sky Media. El-Cartel-Geschäftsführer Andreas Kösling sagt: „Ich sehe keine Schwäche des Werbemediums TV. Ganz sicher suchen viele Werbungtreibenden nach Orientierung. Das Angebot an Kanälen und Werbeformen ist verwirrend groß geworden. Diese Unsicherheit macht sich auch bei der Mediaplanung bemerkbar.” Er sei aber zuversichtlich, dass TV seine Rolle als „Leitmedium behalten und in den kommenden Jahren auch wieder deutlich beweisen“ werde.