Edelman Trust Barometer: Deutsche schauen pessimistisch in die Zukunft

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Das Vertrauen der Bevölkerung in die gesellschaftlichen Institutionen befindet sich aktuell in Schieflage: Zwar wächst das Vertrauen sowohl global als auch in Deutschland leicht, doch die Menschen schauen eher pessimistisch in die Zukunft. Hinzu kommt, dass die Kluft zwischen dem Vertrauen der informierten und jenem der breiten Öffentlichkeit stark auseinander geht. Der Unterschied in Deutschland liegt im Jahr 2020 bei 20 Indexpunkten. Das zeigen die aktuellen Daten des 20. Edelman Trust Barometers. Darin hat Edelman über 34.000 Menschen in 28 Märkten zu ihrem Vertrauen befragt. Insgesamt vertrauen die Deutschen den Institutionen noch immer nicht („Distrust-Bereich“ bei TrustScore unter 49 Prozent) und belegen im globalen Vertrauensranking nur Platz 19 von 28 Märkten. In Deutschland klettert das Vertrauen von 44 Indexpunkten im vergangenen Jahr auf 46 Indexpunkte 2020. Die vertrauenswürdigste Institution sind hierzulande die Medien (49 Prozent, plus 5) vor Wirtschaft (48 Prozent, plus 1), Regierung (45 Prozent, plus 5) und NGOs (43 Prozent, minus 1). Global liegt das Vertrauen in die vier Institutionen Regierung, Wirtschaft, Medien und NGOs bei 54 Indexpunkten und konnte damit 2020 um einen Indexpunkt zulegen. „Es ist zwar erfreulich, dass sich das Vertrauen der Gesamtbevölkerung in Deutschland leicht erholt hat. Im internationalen Vergleich sind 46 Indexpunkte dennoch kein guter Wert. Der Druck auf die Institutionen nimmt zu – vor allem, wenn man sich die Einstellung der Deutschen gegenüber der Zukunft anschaut. Unternehmen müssen das klare Signal als Motivation verstehen, weiter am Vertrauen zu arbeiten“, sagt Christiane Schulz, CEO von Edelman Deutschland.