Erst zum Friseur, dann ins Fitnessstudio und Restaurant

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Der Havas Media Corona Monitor untersucht seit zwei Monaten in wöchentlichen Befragungswellen wie sich das Verhalten und die Stimmung der Deutschen verändert. Die jüngste Befragungswelle (12. bis 14. Mai) ergab unter anderem: Medien stehen immer noch hoch im Kurs. Trotz stagnierendem Infobedürfnis stehen News vor allem bei älteren hoch im Kurs. Jüngere stehen stattdessen auf Serien und Shows. Die Mehrheit der Befragten freut sich nach nunmehr zwei Monaten im Home Office wieder auf den Schreibtisch im Büro. In Bezug auf die Lockerungen sind sich viele uneinig. Eins ist aber klar: Als erstes geht es zum Friseur. Bereits 15 Prozent haben sich einen neuen Haarschnitt verpassen lassen.  An zweiter Stelle steht der Sport – vorerst aber erst einmal Outdoor. Betrachtet man alle Bereiche, die von den Lockerungen betroffen sind, ist die Vorfreude auf Café und Restaurantbesuche am größten. Erstaunlich dabei aber – der Anteil der Befragten, die den Besuch erstmal ablehnen ist fast genauso hoch wie der Anteil der Befragten, die sich das Speisen außer Haus in den nächsten Wochen gut vorstellen können. In Bezug auf Fernreisen werden die Deutschen immer pessimistischer: 75 Prozent gehen davon aus, dass eine Fernreise vorerst nicht stattfinden kann. Die Corona Krise hat viele Menschen dazu gebracht, nachzudenken und einige Dinge anders zu sehen als vorher. Für die Befragten steht fest, dass der Virus uns weiter begleiten wird und die Politik den wirtschaftlichen Einbruch nur teilweise verhindern kann. Diese Unsicherheit bremst die Konsumlust. Die Folge: Die Deutschen fokussieren sich nunmehr lokal statt global. Statt globalem Denken in der Wirtschaft steht Nachbarschaftshilfe und die Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen im Vordergrund – vor allem in der Region.