FFA: Autokinos erleben Boom

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Mit den Zahlen für das erste Halbjahr 2020 legt die Filmförderungsanstalt (FFA) auch einen Zwischenstand der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die deutsche Filmbranche vor. Nachdem die Besuchs- und Umsatzergebnisse im Januar (10, 6 Millionen / 93,6 Millionen Euro) und Februar (10,1 Millionen / 82,5 Millionen Euro) auf Augenhöhe mit dem Vorjahr lagen, erlebte die Branche ab Mitte März durch den Lockdown mit Kinoschließungen und Produktionsstillstand einen nie dagewesenen Einbruch. Ab Mitte Mai öffneten einige wenige Kinos unter strengen Abstands- und Hygieneregeln. Die damit einhergehende geringe Saalauslastung machte einen wirtschaftlichen Spielbetrieb kaum möglich. Zudem wurden die Starts vieler Kinofilme verschoben. Der Kinobesuch ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im ersten Halbjahr 2020 um 51,7 Prozent auf 25,9 Millionen verkaufte Tickets zurück, der Kinoumsatz um 52,3 Prozent auf 220,1 Millionen Euro. Dass zwischen März und Juni überhaupt Tickets verkauft wurden, lag an den Autokinos, die einen beispiellosen Boom erlebten. Mit knapp 1,5 Millionen Tickets und 14,4 Millionen Euro Umsatz erwirtschafteten 458 Autokinos 6,5 Prozent des erheblich geschrumpften Gesamtmarktes. Zum Vergleich: Für das Jahr 2019 zählte die FFA bundesweit lediglich 21 Autokinos, die mit rund 110.000 Tickets und 900.000 Euro Umsatz 0,2 Prozent zum Gesamtmarkt beitrugen.