Fußball: Social-Media-Boykott

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Zahlreiche englische Vereine sowie die Premier League, der englische Fußballverband FA sowie die Super League der Frauen haben die sozialen Netzwerke vom 30. April um 15 Uhr bis zum 3. Mai um kurz vor Mitternacht boykottiert. Der Grund dafür seien die anhaltenden Diskriminierungen, die Spieler und viele andere im Zusammenhang mit Fußball online erdulden müssten, teilte die Premier League in einer Mitteilung mit. Ziel seien deutliche Verbesserungen in den Richtlinien und Prozessen von Social-Media-Unternehmen, um diskriminierenden Missbrauch zu bekämpfen. Solidarisch zeigen sich der Streamingdienst DAZN sowie die UEFA. Auch die TSG Hoffenheim hat ihre Social-Media-Kanäle für die Dauer des Boykotts stillgelegt, berichtet Horizont.net. Vor allem für Facebook sei die Entwicklung unangenehm. Erst im vergangenen Jahr war es im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung und im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl zu einem Boykott der Plattform durch Nutzer, Organisationen und Werbungtreibende gekommen. Die Aktion unter dem Motto #StopHateForProfit weitete sich schließlich auf die ganze Welt aus. Inzwischen seien die meisten Werbungtreibenden aber wieder auf die Plattform zurückgekehrt, berichtet Horizont.net.