Fußballvereine und E-Sports

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Schalke 04, VfB Stuttgart und Hertha BSC Berlin – alle drei Vereine engagieren sich im E-Sport, allerdings mit verschiedenen Ansätzen. Horizont zeigt in einem Bericht die Unterschiede auf: Schalke habe Mitte 2016 das Team Elements, das in der europäischen Liga LCS in dem Spiel „League of Legends“ antritt, übernommen. Kurz danach verpflichtete der Verein zwei Gamer, die die königsblauen Farben bei „Fifa“ vertreten sollten. Anfang 2017 besetzte der Club mit „Pro Evolution Soccer“ einen dritten E-Sport-Titel. Dies habe sich für den Club in vielerlei Hinsicht gelohnt, berichtet Chief Gaming Officer Tim Reichert. Man werde in einer ganz neuen Zielgruppe inzwischen sehr authentisch wiedererkannt, erklärt er. Und: „Unser Engagement im E-Sport ist bereits profitabel“. Der VfB Stuttgart hat sein E-Sports-Team zur Saison 2017/18 an den Start geschickt. Die Entscheidung, so berichtet Horizont, fiel in einer Zeit, als der Verein in der 2. Liga war. „Wir haben unsere Fans in der vergangenen Zweitligasaison hinsichtlich eines möglichen Engagements im E-Sport befragt und die Ergebnisse analysiert”, berichtet Christian Ruf, Bereichsleiter Digitaler Vertrieb, Clubs und Fan-Service. „Dabei hat sich gezeigt: Bei sehr vielen Fan-Gruppen hat E-Sports eine hohe Relevanz.” Auch der VfB Stuttgart setzt zunächst auf Fifa18, um möglichst nah am Kernprodukt Fußball zu bleiben. In der ersten Jahreshälfte 2018 soll ein Turnier für Nachwuchsgamer ausgerichtet werden, erklärt Ruf. Wer gut spiele und auch charakterlich zum VfB passe, könne es ins Team schaffen. Inzwischen arbeite man auch kostendeckend, berichtet Ruf. Hertha BSC Berlin hat den Einstieg in den E-Sport Ende des Jahres 2017 bekannt gegeben. Dieser Verein gehe einen anderen Weg als die Clubs, die bereits im E-Sport aktiv sind, berichtet Horizont. Denn Hertha BSC übernehme nicht einfach ein bestehendes Team oder werbe Spieler ab. Die Berliner wollen über eine eigene E-Sport-Akademie die talentiertesten Fifa-Spieler suchen. Dabei konzentriere sich der Verein zunächst auf Fifa. Mit dem Engagement verbindet Hertha BSC, dessen Digitalvorstand Paul Keuter als einer der digitalen Vordenker der Fußballbranche gilt, aber nicht nur eine Stärkung der Marke, berichtet Horizont weiter. Letztendlich soll sich der Schritt auch wirtschaftlich auszahlen.