Google: Von der Such- zur Antwortmaschine

 In News

Sucht man auf Google nach einer Information, wird man häufiger schon auf der Ergebnisseite fündig, ohne noch eine der dort aufgelisteten Websites anzuklicken. Rechts oben sammelt der Knowledge Graph immer mehr strukturierte Informationen zu Unternehmen oder Personen, Snippets bieten zudem Erklärungen und Definitionen, und sogar weiterführende Fragen werden beantwortet, berichtet Horizont. Dies habe zur Folge, dass der organische Traffic, den Google für externe Website-Betreiber liefere, kontinuierlich sinke. Betroffen sei vor allem die mobile Nutzung, denn hier müsse man weiter nach unten scrollen, um überhaupt zu den organischen Suchergebnissen zu gelangen. Eine Auswertung des Software-Unternehmens Spark Toro mit Suchdaten aus den USA habe gezeigt, dass fast jede zweite Suchanfrage nicht mehr zu weiteren Klicks auf die Ergebnisse führt, weil sie offenbar schon ausreichend beantwortet wurde. Nur gut 41 Prozent des Traffics werden organisch auf externe Websites geleitet, 3,6 Prozent auf Werbeanzeigen. Auch der Digital Marketing Report für das zweite Quartal, den die US-Marketingagentur Merkle erstellt hat, zeigt: in den USA kommen nur noch 23 Prozent des Traffics auf Websites über die organische Suche auf einer Suchmaschine, ein Minus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit dem Wandel zur Antwortmaschine fördere Google die Bereitstellung klarer, eindeutiger und gut auffindbarer Informationen durch Unternehmen und Website-Betreiber, auch für Dienste wie Google Maps, heißt es auf Horizont weiter. Dies rufe spezialisierte Dienstleister auf den Plan, die genau dafür sorgen, etwa Yext oder auf lokaler Ebene Uberall.