Inflation: Jeder Zweite kauft nur noch das Nötigste

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Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher können die steigenden Kosten für Lebensmittel, Energiekosten und Dienstleistungen kaum noch aufbringen. Inzwischen sagt fast jeder zweite Konsument (49 Prozent), dass er nur noch das Nötigste einkauft. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) geben an, sich beim Einkaufen einschränken zu müssen. Licht am Ende des Tunnels sehen aktuell die wenigsten Konsumenten – im Gegenteil: Fast alle Kundinnen und Kunden gehen von weiteren Preissteigerungen aus. Dies ergab der aktuelle EY Future Consumer Index. Es ist die elfte Ausgabe der vierteljährlichen, weltweiten Umfrage unter mehr als 21.000 Verbrauchern. In Deutschland nahmen mehr als 1.000 Personen an der Umfrage teil. Das veränderte Einkaufsverhalten der Bundesbürger bei gleichzeitig steigenden Kosten sowohl für Produzenten als auch für Händler wird weiterhin für Konflikte zwischen diesen Gruppen sorgen: „Die Hersteller versuchen natürlich, ihre gestiegenen Kosten an den Handel bzw. die Endverbraucher weiterzugeben. Gleichzeitig steht der Handel vor der Aufgabe, die Kunden nicht mit enormen Preisanstiegen zu vergrätzen.“ Michael Renz, Leiter des Bereichs Konsumgüter und Handel bei EY Deutschland rechnet damit, dass daher Eigenmarken zukünftig eine noch größere Rolle spielen werden. Zwei von fünf Konsumenten in Deutschland (42 Prozent) sagen schon jetzt, dass sie Eigenmarken statt Markenprodukten kaufen, fast jeder dritte Befragte (30 Prozent) gibt an, neue Produkte auszuprobieren, um Geld zu sparen.