Internetmedien profitieren von Informationsbedürfnis

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Internetmedien profitieren vom gestiegenen aktuellen Informationsinteresse während der Corona-Pandemie deutlich stärker als das Fernsehen. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher von Allensbach in einer Sonderuntersuchung. Auch die seit 2018 stagnierende Bedeutung von Social Media für aktuelle Informationen ist wieder gewachsen, ebenso die Nutzung kostenpflichtiger Digitalpresse. Und immer mehr Leser akzeptieren auch längere Texte am Bildschirm. In diesem Herbst geben 37 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung über 14 Jahren an, sich am Vortag der jeweiligen Befragung im Internet über das aktuelle Geschehen informiert zu haben. Bis Mitte März, also bis unmittelbar vor dem ersten Lockdown in Deutschland, waren es nur 31 Prozent. Beim Fernsehen dagegen sank dieser Wert im selben Zeitraum von 59 auf 56 Prozent. Die Zeitungen verzeichnen einen Rückgang von 36 auf 33 Prozent, das Radio von 32 auf 31 Prozent. Der Grund: „Der Bedeutungszuwachs des Internets für tagesaktuelle Information ist bei denjenigen Gruppen am stärksten, die sich dort habituell und regelmäßig bisher nur unterdurchschnittlich über Aktuelles informierten“, erläutert Allensbach-Forscher Johannes Schneller bei der digitalen Studienpräsentation.