Julia Scheel kritisiert Facebook scharf

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Julia Scheel kritisiert in einem Interview mit Horizont Facebook in ungewöhnlich scharfen Worten. Die Burda-Managerin ist Geschäftsführerin der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GiK). Hinter der GiK stehen große Verlage – unparteiisch in der Sache sei Scheel also sicher nicht, schreibt Horizont dazu. Manche Facebook-Behauptungen seien schlicht „Fake News“, erklärt sie im Interview. „Die großen Social-Media-Anbieter verstecken sich hinter Walled Gardens und argumentieren mit Zahlen, die für Außenstehende völlig intransparent, nicht überprüfbar und bei genauem Hinsehen wenig plausibel sind.” Und an die Adresse der Mediaagenturen: „In der Wahrnehmung vieler Planer scheinen mir Facebook und Google doch dramatisch überbewertet. Mitunter ist es schon ernüchternd, wie unreflektiert Daten- und Studienergebnisse teilweise übernommen werden. Hauptsache, die Kurve zeigt nach rechts oben.” Werbung in Print sei viermal glaubwürdiger und dreimal so kaufanregend wie in Social Media, sagt Scheel. „Das zeigt unsere Markt-Media-Studie Best for Planning, bei der wir jährlich 15.000 Personen persönlich befragen lassen.“ Auf die Frage, ob sie die Werbewirkung von Facebook und YouTube grundsätzlich in Abrede stelle, erklärt sie: „Selbstverständlich können Social Media-Werbung und die Präsenz auf Plattformen wie Facebook und Youtube eine sinnvolle Investition darstellen. Für einen Hype oder gar eine generalisierte Empfehlung, Werbebudgets in Richtung Social Media zu verschieben, gibt es jedoch keinerlei Grundlage…“