Mit Augmented Reality gegen das Cookie-Aus

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Das Ende des Third-Party-Cookies ist unausweichlich. Auch wenn davon besonders die Tech-Giganten profitieren, ist die Branche sich einig: Mit mehr Kontrolle über die eigenen Daten wächst das Vertrauen der Verbraucher in sämtliche digitalen Aktivitäten, einschließlich Werbung. Zu dieser Einschätzung kommt Maximilian Weigel, Managing Director Germany bei Yahoo, in einem Artikel für adzine.de. Werbetreibende könnten sich aber, so schreibt er, auch aus einem anderen Grund glücklich schätzen, wenn sich ihre Abhängigkeit von Third-Party-Cookies verringere: Es gibt mittlerweile eine ständig wachsende Zahl an Kanälen und Formaten, die personalisierte und überzeugende Content-Erlebnisse liefern können, ohne auf Cookies angewiesen zu sein. Allen voran Augmented Reality (AR). Und der AR-Markt wachse rasant. Für Marken, schreibt Weigel weiter, sei AR eine sehr gute Gelegenheit, um mit den Verbrauchern in Kontakt zu treten. Sie ermöglicht es, Personalisierung und immersive Erlebnisse auf eine Art und Weise zu verbinden, mit der sich Konsumenten intensiver auseinandersetzen wollen. Die Möglichkeiten sind dabei nahezu unbegrenzt: Shoppable Videos, 3D-Produktvisualisierungen, das virtuelle Anprobieren von Kleidung, personalisierte Bereiche im „digitalen Einkaufszentrum“ oder eine vollständige Ansicht der Gerichte eines Restaurants, als lägen sie bereits direkt vor einem auf dem Teller. Dazu kommen interessante Funktionen – etwa über die Möglichkeit, einen virtuellen Assistenten zu beauftragen oder die Angebote lokaler Geschäfte zu durchsuchen und sie direkt im eigenen E-Mail-Posteingang auf einer Einkaufsliste zu speichern. Darüber hinaus ermöglicht AR eine Personalisierung, ohne sich auf probabilistische Tracking-Tools zu verlassen, die für Werbung bald ohnehin nicht mehr infrage kommen. Das Format hat sich weiterentwickelt, um ein breiteres Targeting anhand von First-Party-Daten zu ermöglichen – ein entscheidender Faktor angesichts der Abschaffung von Cookies. AR werde den neuen Mainstream kreativer, personalisierter Content-Erlebnisse bilden und Marken müssten jetzt darüber nachdenken, wie sie Augmented Reality für ihre Ziele nutzen können, resümiert Weigel. Da sich die digitale Landschaft weiterentwickelt und der Datenschutz weiterhin im Mittelpunkt steht, sei AR ein Format, auf dem Werbetreibende aufbauen könnten. Es verbindet datenschutzkonforme Personalisierung mit Kreativität und hilft Marken, hervorzustechen und einen echten Mehrwert zu bieten.