Ohne Cookies: semantische Targeting-Methoden

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Personalisierte Werbung auf der Basis von personenbezogenen Daten wird in Zukunft nicht mehr so einfach zu realisieren sein wie bisher, berichtet adzine.de. Als einer der Hauptgründe wird die erschwerte Identifizierung von Nutzern im digitalen Raum genannt, wobei verschiedene Entwicklungen mit Blick auf den Cookie eine Rolle spielen, der bislang mehrheitlich dafür genutzt wurde. Doch auch erforderliche Nutzereinwilligungen fallen schwer ins Gewicht, womit die Thematik weit über die alleinige Cookie-Diskussion hinausgeht, heißt es weiter. Sowohl auf Angebots- als auch Nachfrageseite bereite man sich deshalb mit alternativen Targeting-Methoden auf die Zukunft vor, die ohne Identifizierung der Nutzer auskommen. Künftig werde vor allem kontextuelles Targeting mehr Bedeutung gewinnen. Und hier habe es gegenüber früher eine deutliche Weiterentwicklung gegeben: moderne Technologien wählen die Werbeanzeigen nicht mehr aufgrund von einzelnen Wörtern oder deren Kombinationen aus, sondern bewerten Textinhalte statistisch oder auch linguistisch. Man spricht in diesem Fall vom semantischen Targeting, erläutert das Magazin für Online-Marketing und Technologie. Ein Anbieter im Markt ist Semasio, mit dem die Demand-Side-Plattform The Trade Desk gerade die Kooperation ausgeweitet hat. Semasio bietet unter anderem ein Targeting an, das ohne Cookies auskommt und jetzt neben einem cookiebasierten Produkt Einzug in die Technologie von The Trade Desk hält. Auf Vermarkterseite gibt es zudem eigene Lösungen: so bereitet sich Burda Forward mit einer neuen Technologie auf das Schwinden des Cookies als Identifier vor: „Sugarless“ nennt sich die kontextuelle, contentbasierte Lösung, die ohne Zustimmung der Nutzer funktionieren soll. Der Zugang zum Produkt von The Trade Desk und Semasio unterscheide sich grundsätzlich von dem Burda Forwards. In der Praxis werde sich zeigen, für welche Anwendungsfälle sich die offene, programmatische Buchung des semantischen Targetings bewähre, und wann sich ein System, das auf das Portfolio eines einzelnen Vermarkters ausgerichtet ist, anbiete, schreibt adzine.de.