Paid Content: Geringe Zahlungsbereitschaft

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Laut der aktuellen „Paid Content Trendstudie“ des Online Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) ist nur jeder fünfte Nutzer digitaler Medien bereit, für redaktionelle Inhalte zu bezahlen, berichtet meedia.de. Die im Verhältnis größte Bereitschaft, kostenpflichtige Beiträge zu konsumieren, zeigen mit 27 Prozent die sogenannten Digital Natives, also die 16- bis 29-Jährigen. Allerdings machte diese Altersgruppe bei der OVK-Umfrage auch nur 18 Prozent aus. In der Altersgruppe 30 bis 49 Jahre liegt der Anteil derer, die redaktionelle Inhalte konsumieren, bei 31 Prozent. Wovon 34 Prozent bereit sind, dafür auch zu bezahlen. Bei den Best Agern, also der Altersgruppe 50+, sind es 51 Prozent. Davon gaben wiederum 39 Prozent an, im vergangenen Jahr kostenpflichtige Inhalte genutzt zu haben. Vordergründig scheint der Grund, warum die Zahlungsbereitschaft für Beiträge im Internet so gering ist, auf der Hand zu liegen, erläutert meedia.de: Die Hälfte der Befragten gab an, ihnen reiche das Angebot kostenfreier Inhalte aus, um sich zu informieren. Außerdem vertreten 37 Prozent die Meinung, Nachrichteninhalte sollten im Internet grundsätzlich kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Nimmt man die Aussagen der immerhin 87 Prozent der befragten Nutzer als gegeben hin, ist das jedoch zu kurz gesprungen, heißt es in dem Bericht weiter. Viel interessanter sei der Anteil derer, die die Gebühren als zu hoch empfinden. Der liegt immerhin mit 23 Prozent bei knapp einem Viertel der Befragten. Ebenfalls interessant ist die Äußerung, Abo-Modelle würden aufgrund der automatischen Kosten-Abbuchungen generell abgelehnt. Weitere 20 Prozent gaben an, sich zur Nutzung nicht anmelden zu wollen. Dem gegenüber steht jedoch noch ein ganz anderes Bild: Die gleiche Gruppe, nämlich die, die nicht bereit ist für redaktionelle Inhalte zu bezahlen, ist sehr wohl dazu bereit, ihre Daten anzugeben, um kostenfrei lesen zu können. 66 Prozent der Probanden meinten, höchst- oder zumindest wahrscheinlich Website-Cookies verpflichtend zuzustimmen, wenn sie dafür kostenlos weiterlesen können. 54 Prozent meinten, sich verpflichtend zu registrieren, um an die Inhalte zu kommen. Ebenfalls akzeptiert würde Werbung auf der Seite, in welcher Form auch immer. Für Steffen Bax, Iq Digital Media Marketing und stellvertretender Vorsitzender des OVK, bedeutet das: „Die Nutzer akzeptieren hier den Einsatz von Tools und Instrumenten, die am Ende eine zielgruppenspezifische Werbung ermöglichen, wenn sie darüber die Inhalte kostenfrei nutzen können.“