PwC: Personalisierte Online-Werbung erreicht die Nutzer

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Online-Werbung erreicht ihre Zielgruppe: Sieben von zehn Internetnutzern nehmen sie zumindest manchmal bewusst wahr. Jeder Fünfte klickt Online-Werbung häufig an, mehr als jeder Zweite hat es in den vergangenen drei Monaten getan. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten gab an, Online-Werbung über Ad-Blocker zumindest teilweise auszublenden. Das sind zentrale Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Studie „Personalisierte Werbung – E-Privacy“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), für die 1.000 Deutsche befragt wurden. Männer sind für individuelle Werbebotschaften offenbar besonders empfänglich, wie die Befragung zeigt. 45 Prozent der männlichen Befragten finden es gut, dass dank personalisierter Werbung die eingeblendeten Anzeigen ihren Interessen entsprechen. Unter den weiblichen Befragten sagt das nur ein Drittel. Wenn schon Werbung, dann personalisierte Werbung – das sagen 38 Prozent der Männer, aber nur 25 Prozent der Frauen. Die Herren zeigen sich zudem offener für Produktvorschläge des Algorithmus: 38 Prozent der Männer, aber nur 31 Prozent der Frauen sind schon einmal durch Werbung auf ein interessantes Produkt gestoßen, 29 Prozent der Herren, aber nur 21 Prozent der Damen sehen sich im Vergleich zu nicht-personalisierter Werbung dadurch eher zu Einkäufen verleitet. Die Wahrnehmung personalisierter Werbung ist auch eine Generationenfrage. „Vor allem Ältere zeigen sich skeptisch, während die jüngeren Deutschen personalisierte Werbeeinblendungen häufiger als eine Art Service verstehen, der ihnen interessante Produkte vorschlägt“, sagt PwC-Experte Ballhaus.  Zwar schwindet die allgemeine Skepsis, doch die Deutschen sorgen sich vor allem um den Schutz ihrer Daten. 76 Prozent der Bundesbürger haben Bedenken, dass ihre Daten in falsche Hände geraten könnten. 60 Prozent haben speziell bei personalisierten Werbeformen das Gefühl, dass ihnen bestimmte Produkte aufgedrängt werden. 59 Prozent fühlen sich sogar beobachtet. “