Rolle der Werbung für das offene Internet ist vielen Verbrauchern nicht klar

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Die neueste Umfrage des Technologieunternehmens The Trade Desk zeigt, dass rund ein Viertel der Befragten nicht weiß, wie wichtig Werbung für die Finanzierung eines freien Internets ist. The Trade Desk fordert von der Werbeindustrie mehr Engagement bei der Aufklärung der Verbraucher und entwickelt parallel eine cookie-freie ID-Alternative, die nach ihrer Fertigstellung an eine unabhängige Brancheninstitution übergeben werden soll. Das mangelhafte Wissen über die Rolle der Werbung bei der Finanzierung des Internets stelle eine Gefahr für viele Webseitenbetreiber und Internetdienste dar. Dies zeigten die Ergebnisse der Studie: Ihnen zufolge weiß rund ein Viertel (25 Prozent) der Befragten nicht, dass die überwiegende Mehrheit der kostenlosen Inhalte im Internet durch Werbung finanziert wird, darunter Webseiten, Videos, Online-Spiele oder kostenlose Apps. Zudem ist nur 23 Prozent der Befragten bewusst, dass eine Vielzahl der Betreiber von Webseiten und Apps ihre Dienste einstellen müssten, wenn sie keine Daten der Nutzer mehr für die Ausspielung von Werbung verwenden könnten. Gerade publizistische Angebote stehen hier vor besonderen Herausforderungen. So gaben mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten an, dass ihnen News-Dienste und Informationsportale wichtig sind und sie sogar bereit wären, für deren Nutzung zu bezahlen. Allerdings zeigt sich gleichzeitig eine hohe „Abo-Müdigkeit“. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Verbraucher sind nicht bereit, monatlich mehr als zehn Euro für die entsprechenden Dienste auszugeben.