Sorge über Echtheit von Nachrichten

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Die Corona-Pandemie stellt das Vertrauen in Online-Nachrichten auf den Prüfstand. Als Nachrichtenkanäle werden neben den etablierten Medienmarken auch alternative Nachrichtenseiten, soziale Medien und Messenger genutzt. In dieser Situation macht sich mehr als ein Drittel der Nutzerinnen und Nutzer Sorgen über die Echtheit von Nachrichten. Zudem hat jeder Dritte Schwierigkeiten, zwischen echten Nachrichten und Falschmeldungen zu unterscheiden. Jeder Vierte zeigt eine Offenheit für Verschwörungstheorien. Insgesamt überwiegt jedoch das Vertrauen in Online-Nachrichten. Das sind Ergebnisse der Studie „So liest Deutschland Online-Nachrichten“ im Auftrag der E-Mail- und News-Anbieter Web.de und GMX. Dafür hat das Meinungsforschungsinstitut dynata in einem online-repräsentativen Panel 2.140 Internet-Nutzerinnen und -Nutzer ab 16 Jahren befragt. Nachrichten im Internet haben eine hohe Relevanz: Zwei Drittel der befragten Onliner lesen sie täglich, nur 11 Prozent sind „Wenigleser“ (seltener als einmal pro Woche). Deutschlands Haupt-Nachrichtenquellen sind laut Untersuchung Tagesschau.de (17,2 Prozent), das gemeinsame redaktionelle Angebot von Web.de/GMX (15,6 Prozent), t-online.de (10,8 Prozent), n-tv.de (10,8 Prozent), Bild.de (10,5 Prozent), das Online-Angebot einer Lokalzeitung (9,4 Prozent), RTL.de (8,6 Prozent) und Spiegel.de (8,5 Prozent). 71,5 Prozent der Befragten haben Vertrauen in Online-Nachrichten; bei den „Weniglesern“ ist das Vertrauen mit 51,7 Prozent geringer ausgeprägt; am höchsten ist es mit 75,5 Prozent bei den täglichen News-Konsumentinnen und -Konsumenten. „Unsere Studie belegt, dass etablierte Medienmarken eine enorme Verantwortung für die Orientierung der Nutzerinnen und Nutzer im unübersichtlichen Online-Nachrichtenangebot haben. Durch redaktionell hochwertige und vertrauenswürdige Angebote können sie breite Nutzergruppen erreichen und somit Filterblasen entgegenwirken“, sagt Jan Oetjen, Geschäftsführer von Web.de und GMX.