Springer: Abkehr von Print

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Im Zuge seiner aktiv betriebenen langsamen Abkehr von Print will Axel Springer ab Mitte dieses Jahres die bundesweite Sonntagszustellung für seine Bild am Sonntag (BamS), Welt am Sonntag (WamS) und, in Berlin, für die BZ einstellen, berichtet Horizont.net. Grund für den Einschnitt sind die zunehmenden Schwierigkeiten, Boten für diesen Sonntagsjob zu finden. Beziehungsweise der Unwille Springers, sie hinreichend attraktiv zu bezahlen – was sich wegen auch am Sonntag sinkender Print-Leserzahlen und damit rückläufiger Zielhaushalte tatsächlich immer weniger lohnen würde. Hinzu kommen die gestiegenen Energiekosten; Stichwort Transportfahrten. Die große Frage, schreibt Horizont.net weiter, lautet jetzt: Wie viel Auflage kostet das die Springer-Sonntagszeitungen? Denn ohne den Service, die BamS oder WamS in den Briefkasten geliefert zu bekommen, dürften so manche als Käufer wegfallen. Schließlich dürfte nicht jeder stattdessen regelmäßig ein Heft in Bäckereien, Tankstellen, (Bahnhofs-) Kiosken oder anderen sonntags geöffneten Läden erstehen. Oder auf ein reines Digitalabonnement umsteigen. Außerdem dürfte es schwerer werden, neue Abonnenten zu gewinnen – so das für Print dann überhaupt noch möglich ist.