Ströer will angemessene Wahlwerbung

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Ströer hat vor der Bundestagswahl angekündigt, keine Aufträge für parteipolitische Werbung mehr anzunehmen. Der Grund: Das Unternehmen und seine Mitarbeiter wurden wegen inhaltlich fragwürdiger Kampagnen massiv angefeindet. Horizont.net hat untersucht, was der Ausstieg des Außenwerbers aus dem Geschäft mit der Wahlkampfwerbung bedeutet: Die Werbeflächen von Ströer sind für die Plakatkampagnen der Parteien lediglich eine von vielen Möglichkeiten. Der größte Teil der Plakate wird von den Parteien selbst aufgehängt. Wirtschaftlich wäre die Entscheidung für den Außenwerber also verschmerzbar, heißt es in dem Bericht weiter. Das Unternehmen wolle nun aber auf einen politischen Konsens der Parteien hinwirken. Geplant ist ein „runder Tisch“ mit Vertretern der Parteien sowie dem Verfassungsrechtler und ehemaligen Richter am Bundesverfassungsgericht Paul Kirchhof. Das Ziel der Initiative sei eine Selbstverpflichtung der Parteien zu fairer und angemessener Wahlwerbung. Ströer hätte damit künftig ein Instrument in der Hand, um politische Kampagnen von Parteien oder Initiativen, die sich dieser Selbstverpflichtung nicht anschließen, auf seinen Werbeflächen abzulehnen.