Studie: Kündigungswelle von Verbrauchern bleibt aus

 In News

Die vermutete Kündigungswelle von Verbrauchern während der Corona-Pandemie bleibt aus. Das zeigen aktuelle Daten aus einer Studie des Verbraucherportals Kuendigung.org. Mehr als 1.100 Verbraucher wurden zum Thema Kündigung während der Krise, sowie weiteren Themen wie Reiserückerstattung, Verschiebung von Großveranstaltungen und Geisterspielen im Stadion befragt. Seit dem 1. März 2020 haben 45 Prozent der Befragten angegeben, mindestens einen Vertrag gekündigt zu haben. Dies entspricht dem normalen Kündigungsverhalten der Verbraucher. Besondere Ereignisse wie ein Anstieg von Fitnessstudio-Kündigungen konnten nicht beobachtet werden. Dennoch: Gerade in den westdeutschen Bundesländern wurden mehr Kündigungen als erwartet ausgesprochen. Schaut man jedoch etwas genauer hin fällt auf, dass gerade mal 17 Prozent derer, die mindestens einen Vertrag gekündigt haben, die Corona-Pandemie als Grund ihrer Kündigung angegeben. Die vermutete Kündigungswelle blieb also vorerst aus. In Bezug auf die Themen Reiserückerstattung und die Verschiebung von Großveranstaltungen ist die Meinung der Verbraucher eher zwiegespalten. Mehr als zwei Drittel finden Reisegutscheine inakzeptabel. Die Meinung der Befragten zu Verschiebungen von Großveranstaltungen, sieht wiederum ganz anders aus. So stieß dieses Thema auf wesentlich höhere Akzeptanz. 84 Prozent der Befragten gaben an, eine Verschiebung „absolut akzeptabel“ oder „eher akzeptabel“ zu empfinden. Ursula von der Leyen bat „finanziell nicht notleidende Kunden“ aus Solidarität auf ihr Recht auf Rückerstattung zu verzichten. Mehr als 70 Prozent der Befragten gaben an, nicht dazu bereit zu sein. Bei Betreuungseinrichtungen und Vereinsmitgliedschaften gaben die Befragten an etwas kulanter zu sein. So wollen bei Betreuungseinrichtungen 37 Prozent auf eine Rückerstattung verzichten, bei Vereinsmitgliedschaften sogar 40 Prozent. Die Umfrage wurde von Kuendigung.org entwickelt und mit den Nutzern der Plattform im Zeitraum vom 1. Mai bis 13. Mai durchgeführt.