Studie: „Mobile Only“ ist in Deutschland nicht angesagt

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Smartphones sind aus dem Alltag der Deutschen nicht mehr wegzudenken. Entsprechend wichtig ist die Rolle von Mobile Marketing im Werbe-Kanon der Unternehmen. Seine Werbespendings jedoch allein nach dem „Mobile Only“-Prinzip zu priorisieren, wäre ein schwerwiegender Fehler: Auch andere Geräte, wie z. B. der fast schon totgesagte Desktop-PC, besitzen bei deutschen Nutzern noch immer große Relevanz. Marken, die ihre Zielgruppe mit den richtigen Inhalten zur richtigen Zeit auf dem richtigen Gerät erreichen wollen, müssen heute unbedingt kanalübergreifend denken. Dies ist das Ergebnis einer weltweiten Mobile Marketing Studie von Adobe, für die allein in Deutschland über 1.000 Konsumenten befragt wurden. Die weltweite „Mobile Marketing Studie 2019“ wurde vom Marktforschungsinstitut Advanis im Auftrag von Adobe durchgeführt. Zentrales Ergebnis: Die Deutschen sind weiterhin auf mehreren Geräten unterwegs. Bei der Arbeit bzw. in der Schule nutzen die Deutschen rund die Hälfte des Tages (45 Prozent) einen PC, rund ein Viertel des Arbeits- bzw. Schultages kommt ein mobiles Endgerät zum Einsatz (Smartphone: 22 Prozent, Tablet: 6 Prozent). Zu Hause setzen 48 Prozent der Deutschen auf ihren PC, 32 Prozent auf das Smartphone (zum Vergleich: weltweit setzen hier bereits 40 Prozent auf das Smartphone). Rund die Hälfte der Deutschen nutzt schon mal mehrere Endgeräte gleichzeitig (über zwei Drittel der jungen Deutschen). Nur einer von zehn Deutschen wechselt konstant oder zumindest häufig zwischen den Geräten. Im internationalen Vergleich ist Deutschland damit die Nation, die am wenigsten während einer Aktivität zwischen den Geräten hin- und herwechselt. Während sich die Nutzer in vielen weltweit befragten Ländern einen echten Allrounder herbeisehnen, wünschen sich in Deutschland nur 4 von 10 Nutzern ein Gerät für Alles. Für mehr als ein Drittel der Deutschen (38 Prozent) würde es eine große Entbehrung bedeuten, wenn ihnen das Smartphone für zwei Wochen weggenommen wird (Generation Z: 44 Prozent, Generation Y: 40 Prozent). Diese Aktivitäten mit dem Smartphone sind heute wichtiger als vor zwei Jahren: Nutzung von Kartendiensten (38 Prozent nutzen diese Aktivität heute häufiger), Dokumente scannen/Fotografieren (37 Prozent), Nutzung von Sprachassistenten zum E-Mails und Nachrichten schreiben (30 Prozent), Banking (27 Prozent). Weiteres Ergebnis der Studie: Deutsche stellen mobiler Werbung ein schlechtes Zeugnis aus.Mehr als drei Viertel der deutschen Nutzer bekommen für sie irrelevante Angebote und Informationen ausgespielt. Die große Mehrheit der Deutschen wünscht sich weniger aufdringliche Werbung: Einer von drei Deutschen möchte keine Werbung via Pushnachricht erhalten.