Studie: Werbung in Podcasts ist nicht beliebt, wird aber akzeptiert

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Podcasts erfreuen sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Für Anbieter des Audio-Formats stellt sich folglich die Frage des richtigen Finanzierungsmodells. Welches wird von Hörern eher akzeptiert? Und nach welchen Kriterien werden Podcasts generell ausgewählt? Dies untersuchte jetzt eine Studie der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners. Die Ergebnisse zeigen:  54 Prozent geben an, grundsätzlich Podcasts zu hören, 74 Prozent davon mindestens einmal pro Woche. Im Durchschnitt werden drei Podcast-Serien regelmäßig konsumiert. Aktuell ist der Großteil der Formate noch kostenlos verfügbar. „Für Anbieter von Podcasts und Plattformen ergeben sich daher große Potenziale in der Monetarisierung. Sie sollten sich dringend mit der Frage nach dem richtigen Finanzierungsmodell beschäftigten“, so Lisa Jäger, Medienexpertin und Partnerin bei Simon-Kucher. Bezüglich der Präferenzen der Hörer hinsichtlich möglicher Formen der Finanzierung ergeben die Studienergebnisse ein klares Bild: Sie bevorzugen Werbung deutlich gegenüber Bezahlmodellen. Native Advertisements – vom Sprecher vorgetragene Werbung – oder Sponsoring sind dabei für mehr als 60 Prozent die bevorzugte Option. Beim Hören eines Podcasts ist Werbung immerhin 76 Prozent der Befragten aufgefallen, rund 40 Prozent davon geben an, sich diese in der Folge auch anzuhören. Für einzelne Podcast-Reihen oder Folgen bezahlen wollen hingegen nur die Wenigsten. „Das heißt allerdings nicht, dass Finanzierungsmodelle, in denen Hörer zahlen, nicht erfolgreich sein können. Hier kommt es jedoch besonders darauf an, mit den Angeboten den Geschmack der Nutzer in Bezug auf Inhalt und Thema zu treffen und in der Folge etablierte Formate clever und wertbasierend zu bepreisen“, so Jäger.