TV Now und Joyn sollen die Macht von Netflix & Co. brechen

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2019 könnte ein entscheidendes Jahr für die deutsche Fernsehindustrie sein. Denn die Werbeerlöse im klassischen Geschäft seien zwar immer noch hoch, flössen aber zäher. Und der Druck, alternatives Digitalgeschäft aufzubauen, steige, schreibt Horizont. Endlich, so heißt es in dem Bericht weiter, würden die Mediengruppe RTL Deutschland und Pro Sieben Sat 1 einen Versuch unternehmen, die Macht von Netflix und Amazon zu brechen: mit den Streaming-Plattformen TV Now und Joyn. Es gebe wenige Märkte, die so gute Voraussetzungen böten wie Deutschland. Pro Sieben Sat 1 und die Mediengruppe RTL Deutschland vereinen 80 Prozent der TV-Nettowerbeerlöse auf sich. Die Sorge, das TV-Werbegeschäft zu gefährden, wenn man die Zuschauer frühzeitig in digitale Angebote lockt, war groß, und so haben Angebote wie Maxdome in der Vergangenheit ein eher stiefmütterliches Dasein gefristet – mit der Folge, dass die Zuschauer Amazon und Netflix für sich entdeckt haben, heißt es weiter. Jetzt setzen die beiden Konzerne P7S1 und die Mediengruppe RTL auf Größe und Tempo. Die Mediengruppe RTL habe aus TV Now eine bedienerfreundliche Plattform mit vielfältigem Content-Angebot gemacht und diese in der besonders starken TV-Nutzungszeit in den Wintermonaten gestartet. Die Kommunikation für TV Now sei die größte Kampagne, die die Mediengruppe dieses Jahr fahre. Das Ziel: möglichst schnell möglichst viele Zuschauer zu begeistern, heißt es in dem Bericht weiter. Pro Sieben Sat 1 halte dagegen vor allem Größe für den entscheidenden Faktor. Der Konzern werbe daher seit Monaten um Partner für eine gesamtdeutsche Plattform. Das Angebot Joyn soll im Mai in die Beta-Phase gehen, ab Juni in den Regelbetrieb.