Unicef und WHO fordern stärkere Regulierung von Werbung für Kinder

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Nicht nur die fortschreitende Umweltzerstörung und der Klimawandel gefährden die Gesundheit von Kindern, sondern auch Werbung für gesundheitsschädliche Produkte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO, dem UN-Kinderhilfswerk Unicef und dem Medizinjournal The Lancet. Die Autoren fordern daher unter anderem eine strengere Regulierung von Werbung, berichtet Horizont.net. Die Expertenkommission zeichne ein alarmierendes Bild für die Zukunftsaussichten von Kindern, die heute aufwachsen. So seien die Fortschritte, die bei der gesundheitlichen Situation von Kindern in den vergangenen zwei Jahrzehnten erzielt wurden, weitgehend zum Stillstand gekommen. In vielen Bereichen drohe sogar ein Rückschritt. Weltweit bleiben 250 Millionen Kinder unter fünf Jahren wegen Mangelernährung in ihrer Entwicklung so weit zurück, dass sie ihr Potenzial ihr Leben lang nicht ausschöpfen könnten, so die Autoren. Dabei gefährden nicht nur arme Länder die Zukunft ihrer Kinder – im Gegenteil: Reichere Länder gefährdeten die Zukunft der Kinder weltweit durch ihre hohen klimaschädlichen CO2-Emissionen. Eine weitere große Gesundheitsgefahr, der vor allem Kinder in reichen Ländern ausgesetzt sind, ist nach Meinung der Autoren Werbung. Alle Länder setzten junge Menschen Werbung für gesundheitsschädliche Produkte wie Alkohol, Tabak, überzuckerte Getränke und Fast Food aus, heißt es weiter. Die Expertenkommission fordert daher neben Maßnahmen wie einer drastischen Reduktion des CO2-Ausstoßes und mehr politischer Teilhabe für Kinder auch eine strengere Regulierung von Werbung für Kinder. Dazu soll unter anderem die UN-Kinderrechtskonvention um ein neues Zusatzprotokoll ergänzt werden, berichtet Horizont.net.