Verlierer und Gewinner bei Google Jobs

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Nach dem Konflikt um Google Shopping will die EU nach einer Beschwerde von 23 Stellenbörsen nun auch untersuchen, ob Google Jobs einen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung darstellt. Searchmetrics hat die Verlierer und Gewinner der Job-Portale in Deutschland untersucht. Für die Analyse wurden alle Keywords mit einer Google-Jobs-Integration im deutschen Google-Index für Desktop-Ergebnisse ermittelt. Datengrundlage ist die Searchmetrics Research Cloud mit Hunderttausenden von Keywords, die Basis für die Analyse der SEO Visibility und SERP Features darstellt. Das SERP Feature „Google Jobs“ wird aktuell bei rund 0,4 Prozent aller Research-Cloud-Keywords ausgespielt. Um die „Google Jobs Gewinner“, also diejenigen zu identifizieren, die am häufigsten im Job-Widget ranken, hat Searchmetrics untersucht, welche Stellenbörsen am häufigsten im sichtbaren Bereich des Google-Jobs-Widgets zu finden sind. Deshalb wurden die Top3-Platzierungen im Widget in dieser Analyse untersucht. Xing taucht demnach am häufigsten bei Google Jobs auf. Rund 21 Prozent der Platzierungen im sichtbaren Bereich einer Google-Jobs-Integration gehen auf das Konto des deutschen Karriere-Netzwerks. Danach folgt stellenanzeigen.de, die auf knapp neun Prozent der sichtbaren Jobs-Platzierungen kommen. Der dritte Platz geht an LinkedIn mit 7,6 Prozent, danach folgen Monster mit 5,4 Prozent sowie das Azubi-Portal AUBI-Plus mit 3 Prozent. Xing und LinkedIn gehören zu den größten Gewinnern der Einführung von Google Jobs, schreibt Searchmetrics. Beide Job-Netzwerke sind nun sehr prominent im Jobs-Widget gelistet, während ihr Anteil an den organischen Top-Ergebnissen deutlich niedriger ausfällt. Einige Stellenbörsen haben eine Zusammenarbeit mit Google Jobs grundsätzlich verweigert, indem sie ihre Job-Anzeigen nicht mit dem Markup versehen, das Google für das einfache Crawling von Job-Anzeigen vorgeschlagen hat; dazu gehört etwa die Springer-Tochter Stepstone. Für die Analyse hat Searchmetrics angenommen, dass die Domains, die vor der Einführung von Google Jobs auf den ersten drei organischen Positionen rankten, am meisten vom Google Job-Widget betroffen sind. Grund ist, dass die URLs auf den Positionen 1 bis 3 mehr als die Hälfte aller verfügbaren Klicks bekommen – und diese URLs nun durch den Google-Jobs-Kasten über den organischen Ergebnissen die meisten Einbußen verzeichnen. Dabei muss mit einbezogen werden, welche Jobbörsen bei Google Jobs mitmachen und welche nicht. Während stellenanzeigen.de, monster.de, azubiyo.de und ausbildung.de auch in den Top10-Stellenbörsen mit Google-Jobs-Platzierung zu finden sind, sind die fünf Domains mit den meisten organischen Top3-Platzierungen im Job-Widget nicht zu finden: Wie bereits notiert, dürften also vor allem Indeed und Stepstone, die für die organischen Top3-Platzierungen auf zweistellige prozentuale Marktanteile kommen, durch die Nicht-Präsenz im Job-Widget viel Traffic verloren haben. Diese beiden Stellenbörsen haben auch das von Google empfohlene schema.org-Markup für Jobpostings nicht implementiert. Ebenfalls gehören der Analyse zufolge Websites wie kimeta.de oder jobs.meinestadt.de zu den Verlierern der Einführung von Google Jobs in Deutschland.