Walldecaux: „Wir bauen das Booking.com der Außenwerbung”

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Out of Home boomt – und damit das so bleibt, investiert WallDecaux 2019 einen achtstelligen Betrag in die Digitalisierung seiner Standorte. Das ist mehr Geld als jemals zuvor in der Geschichte des Berliner Unternehmens. Das zweite Vorzeige-Projekt von Vermarktungschef Andreas Prasse ist der Ausbau von Programmatic. Im Sommer startete der Mutterkonzern JC Decaux die offene Handelsplattform VIOOH in London. Und die soll jetzt auch in Deutschland für Furore sorgen, schreibt Horizont. Während Wettbewerber Ströer ganz auf Multichannel und die Verbindung von Plakat und Online setze, liegt der Fokus bei WallDecaux auf Premium und einer eher handfesten Spielart der Digitalisierung. Wie die Digitaloffensive des Unternehmens im kommenden Jahr genau aussehen soll, hat Prasse gegenüber Horizont erklärt. So begründet Prasse beispielsweise den Einstieg des Unternehmens ins Programmatic Advertising: „Wir wollen an die Online-Töpfe. Dann müssen wir aber auch die Einkaufsmöglichkeiten anbieten, die in der digitalen Welt Standard sind.” Der Mutterkonzern JP Decaux gehe das Thema mit einiger Wucht an und habe in diesem Sommer in London die automatisierte Planungs- und Handels-Plattform VIOOH (ausgesprochen „View“) gestartet, berichtet Horizont weiter. Knapp 70 Entwickler, Programmierer und Kaufleute sind an dem Projekt beteiligt. Das Besondere an dem IT-Projekt VIOOH ist, dass es zwar unter der Regie von JC Decaux entwickelt wurde, es sich aber um eine offene Plattform handelt, die auch anderen Medienanbietern offensteht. Ziel sei, „das Booking.com der Außenwerbung zu bauen”, so Prasse gegenüber Horizont. Schwer vorstellbar, kommentiert das Branchenmedium, dass sich in Deutschland Ströer auf die Sache einlässt und VIOOH für sein Programmatic-Geschäft nutzt. Prasse: „Mal schauen. Wir haben das Gespräch noch nicht gesucht, aber ich würde das nicht ausschließen.“