Welche Personen taugen zum Influencer?

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„Es gibt Menschen, die das Potenzial haben, andere zu beeinflussen, weil sie als Experten anerkannt werden.“ erläutert Prof. Dr. Amelie Duckwitz, Professorin für Medien- und Webwissenschaft in Köln, in einem Interview mit der Wirtschaftswoche das Phänomen Influencer. Die Modebranche habe als erstes die Chancen von Influencermarketing entdeckt. Die Branche habe sich inzwischen professionalisiert, sagt Duckwitz: „Unternehmen beschäftigen nicht nur externe Influencer – sie bilden auch eigene Mitarbeiter zu Influencer aus. Es gibt kaum eine Branche, die auf Influencer verzichtet.“ Instagram habe der Branche erst den richtigen Schub gegeben, weil es ein sehr visuelles Medium ist. „Da spielen Unterhaltung und Eskapismus große Rollen. Das kommt der Selbstdarstellung vieler Influencer sehr entgegen. Inzwischen geht der Trend mehr in Richtung TikTok, weil viele Nutzer sagen, dass YouTube und Instagram zu durchkommerzialisiert sind.“ erläutert sie weiter. Auf die Frage, welche Gefahren von Influencern ausgehen, sagt sie: „Manche unterscheiden klar zwischen Information und Meinung. Andere trennen nicht, reden frei raus. Rechtsextreme, Querdenker und Verbreiter von Fake News üben so Einfluss auf ihre Follower aus. Kinder und Jugendliche sind ein besonders schwieriges Thema. Sie geben in sozialen Netzwerken privateste Dinge preis – und werden dabei manchmal von ihren Eltern noch unterstützt.“