Werbemarkt erholt sich leicht

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Der deutsche Werbemarkt weist nach drei Quartalen einen Rückgang von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Zumindest ist aber wieder eine leichte Erholung erkennbar. Das zeige die aktuelle Nielsen-Bilanz zum Bruttowerbemarkt. Der Gesamtbruttowerbemarkt der von Nielsen im Rahmen des bereinigten Werbetrends beobachteten Medien beläuft sich nach neun Monaten auf insgesamt 22,88 Milliarden Euro Bruttowerbeausgaben, berichtet ibusiness.de. Nachdem einige Medien den Monat August im Vorjahresvergleich mit einem positiven Trend abschließen konnten, erreichte im Monat September lediglich Radio mit plus 2,8 Prozent ein signifikantes Wachstum gegenüber September 2019. Betrachtet man die Werbeausgaben der ersten neun Monate, ist Online die einzige Mediengruppe im bereinigten Nielsen Werbetrend, die mit einem Plus von 2,1 Prozent abschließen konnte mit Werbeausgaben in Höhe von 2,68 Milliarden Euro. Kino ist die am stärksten von der Coronakrise betroffene Mediengruppe mit einem Rückgang von 60,3 Prozent. Mit einem zweistelligen Rückgang folgen Werbesendungen (Direkt Mail) mit minus 12,7 Prozent (brutto 1,95 Milliarden Euro) und Publikumszeitschriften mit minus 10,5 Prozent (brutto 2,00 Milliarden Euro). Die Werbeausgaben in Print Gesamt (brutto 5,20 Milliarden Euro) haben sich um minus 9,5 Prozent reduziert. Zeitungen Gesamt schließt die ersten drei Quartale mit minus 8,9 Prozent ab. Die überregionalen Zeitungen trotzen der Coronakrise und konnten die Werbeausgaben gegenüber Vorjahr um 7,5 Prozent erhöhen. Die TV-Sender verlieren 6,2 Prozent Werbeausgaben, wobei Pay-TV aufgrund der ausgefallenen Live-Sportangebote im TV gegenüber den öffentlichen-rechtlichen und privaten Free-TV-Sendern die höchsten Rückgänge verzeichnen. Radio konnte nach hohen Verlusten von minus 22,1 Prozent im zweiten Quartal gegenüber Q2/2019 die Werbeausgaben im dritten Quartal um 8,1 Prozent gegenüber Q3/2019 erhöhen. Die Gesamtwerbeausgaben in Radio (brutto 1,30 Milliarden Euro) reduzieren sich daher nur um minus 6,0 Prozent für das bisher abgelaufene Jahr.