Wie Unternehmen auf das Newsletterverbot von Whatsapp reagieren können

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Das Newsletterverbot für Whatsapp zwingt Werbungtreibende, ihre Messaging-Kommunikation neu auszurichten. Als Alternative bieten sich laut Horizont andere Dienste wie Telegram an – oder auch neue Pull-Strategien. Matthias Mehner, CMO des Dienstleisters Messenger People, der Unternehmen im Messenger Marketing unterstützt, erklärt: „Wir haben mit den meisten unserer Kunden individuelle Gespräche über die Handlungsoptionen geführt. Das Gros hat sich für die Alternative entschieden, ihre Nutzer zu Telegram zu migrieren, “ zitiert ihn Horizont. Telegram ist ein 2013 gegründeter, ebenfalls internationaler und kostenloser Service, der hierzulande allerdings nur knapp 8 Millionen tägliche Nutzer zählt. Als Alternative bietet Messenger People auch den eigenen Service Notify an. Hier sind mittlerweile bereits über 1000 Unternehmen aktiv. Aber diese müssen ihre Adressaten zunächst dazu bringen, die Notify-App herunterzuladen und zu installieren. Ein Teil der im Sommer noch rund 1800 Kunden von Messenger People hat vor dem Hintergrund dieser Entwicklung gekündigt. Mehner betont aber gegenüber Horizont, dass Push-Nachrichten nur eine von vielen Möglichkeiten des Messenger Marketings darstellen. Wenn Nutzer aktiv den Kontakt aufnehmen, sei auch der Dialog über Whatsapp weiterhin möglich – allerdings jeweils nur als unmittelbare Reaktion auf Anfragen. Die Unternehmen müssten die entsprechende Pull-Wirkung erzeugen. „Um auch künftig Nutzer für Whatsapp-Services zu gewinnen, sollte man alle Touchpoints beachten, über die sich Personen in der Regel an ein Unternehmen wenden“, erklärt Mehner. „An diesen Anlaufstellen sollte man dann auf die Möglichkeit eines Dialogs über Whatsapp aufmerksam machen. Auch über Anzeigen kann man auf den Service hinweisen.“