ZDF-Sendung in der Kritik

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In dem für das Kinderprogramm des ZDF produzierten Reality-Format „Das Zockerhaus“ soll die Frage geklärt werden, wie sich Freundschaften von Online-Gamern auf die echte Welt übertragen lassen. Für den quasiwissenschaftlichen Versuchsaufbau wurden sechs Teenager ausgewählt, die sich zuvor nur online kannten. Anschließend beziehen die Minderjährigen eine gemeinsame Wohnung. Aufgeteilt auf drei Teams müssen sie dort verschiedene Wettkämpfe bestreiten. Die Verlierer werden jeweils „bestraft“ und das führt zu Kritik, berichtet t3n.de. Als Bestrafung müssen die Verlierer der Wettkämpfe nämlich unter anderem ihre Fingernägel lackieren, ein Kleid anziehen oder sich in glitzernder Gesichtsbemalung präsentieren. Nach Ansicht von Floris Müller-Reichenwallner und Sascha Verlan ist „das Zockerhaus“ damit ein „zutiefst sexistisches Format, das ungefiltert Geschlechterrollen-Klischees bedient“. Beide engagieren sich mit dem Verein Klische*esc für die Darstellung klischeefreier Vielfalt in Kinderbüchern und betreiben mit dem „Goldenen Zaunpfahl“ auch einen Negativpreis für sexistische Werbung. Die Forderung des Vereins: Das ZDF soll die Sendung aus dem Programm nehmen und aus der Mediathek löschen, denn sie trage dazu bei, dass Jugendliche bei der Identitätsfindung eingeschränkt werden, indem sie sexistische Klischees reproduziere. Eine Reaktion des ZDF auf den offenen Brief stehe noch aus, heißt es in dem Bericht von t3n.de.