Zur Zukunft des Digitalradios

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Im Wettbewerb der Ausspielungswege dominiere weiterhin das analoge UKW, doch die Zahlen seien leicht rückläufig, zitiert Horizont den aktuellen Digitalisierungsbericht. Das Beratungsunternehmen Goldmedia gehe davon aus, dass der analoge „Broadcast-Platzhirsch“ seine Vormachtstellung in den nächsten zehn Jahren einbüßen werde. DAB+ könne möglicherweise nun doch langfristig erfolgreich sein, denn politische Weichenstellungen spielten dem digitalen Antennenstandard in die Karten: Ab Ende kommenden Jahres müssen Autoradios in Neuwagen mit digital-terrestrischem Radio ausgestattet sein. So schreibt es der Gesetzgeber vor. „Unser Ziel ist die größere Verbreitung des digitalen Hörfunks, der mit geringeren Frequenzressourcen auskommt und die Angebotsvielfalt erhöht“, erklärt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Bei rund drei Millionen Neuwagen, die deutschlandweit pro Jahr neu zugelassen werden, hieße das von Dezember 2020 an jährlich drei Millionen neue DAB+-Empfänger – es könnte also sein, dass der Durchbruch des digitalen Antennenradios auf Rädern anrollt, heißt es in dem Bericht von Horizont weiter.